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Milch- und Mehlspeisen.
319. Creme mit Pomeranzenblüthe.
In einer kupfernen, gut verzinnten Cafscrolle läßt man nichtzu wenig Zucker mit etwas wenigem Wasser so lange sieden, biser anfängt, bräunlich zu werden. Ist er so weit, so dreht mandie Kasserolle mit dem Zucker so herum, daß sie überall im Innerndamit bedeckt ist, und läßt es so erkalten. Nun nimmt man halbso viel ganze Eier und halb so viel Eidotter, als Tassen vollMilch mit den Eiern in die Form gehen, schlägt beides tüchtigzusammen durch, thut so viel als zum angenehmen Geschmack nöthigist, Pomeranzenblüthe oder Vanille nebst dem nöthigen Zuckerdazu (besser ists, wenn man erstere zuvor mit 1 Tasse voll Milcham Feuer erst hat ausziehen lassen, und nun blos diese hinzugießt, worauf aber natürlich bei der Zahl der Gelbeier auch Rück-sicht genommen werden muß), und gießt's in die überzuckerteKasserolle. Diese setzt man dann in ein Gefäß mit kochendemWasser, legt einen Deckel mit glühenden Kohlen daranf, und läßtes so sieden. Ist es recht steif, so stülpt man es auf die Schüsselund reibt Zitrouenschaale darüber her.
320- Creme mit Vanille.
Man nimmt ohngesähr 2 Schoppen süßen Schmand, thutnach Belieben mit etwas Zucker recht fein gestoßne Vanille dazu,und läßt es bei gelinder Wärme ausziehen, aber nicht kochen;rührt dann nach nnd nach, wenn es kühl geworden, 10 Eidotterdarunter, versüßt es gehörig, und giebt es durch ein Haarsieb inTassen oder Creme-Töpfchen, die man alsdann in ein Gefäß mitkochendem Wasser stellt, und so lange darin kochen läßt, bis esganz steif geworden. Das Wasser darf aber ja nicht zu hoch anden Töpfchen stehen, damit beim Kochen keins in die Creme kommt.
321. Creme mit Mandeln.
H Pfd. süße und 12 Stück bittere Mandeln schält und stößtman mit etwas Milch recht fein, reibt 3 bittere Pomeranzen aufZucker ab, thut diesen und die Mandeln in eine Kasserolle, schlägt12 Eigelb dazu, ^ Pfd. fein gestoßnen Zucker und 2 Schoppen