Druckschrift 
Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
177
Einzelbild herunterladen
 

Milch - und Mehlspeisen.

177

darunter, thut entweder etwas Salz oder Zucker, oder von beidenetwas dazu, und backt sodann wie bekannt, Pfannkuchen daraus.

499. Nudeln auf ungarische Art.

Von ^ Pfd. Mehl, 2 ganzen und einem Gelbei macht maneinen Nudelteig, wellt ihn so dick wie ein guter Messerrücken aus,schneidet daumenbreite Streifen daraus, und diese wieder zu kleinenspitzlaufenden Hierauf backt man sie in heißer Butter schönhellbraun, und legt sie abwechselnd mit klein geschnittenem Zitronat,Mandeln und Corinthen in eine mit Butter bestrichene und mitSemmelkrumen bestreute Form, indem man von folgender Creme-Masse zwischen jede Schicht etwas gießt, sich jedoch so einrichtetdaß man auch etwas noch oben darauf zu gießen übrig behält.Man nimmt nämlich 1 Schoppen süßen Schmand, 8 Eidotter,^ Pfd. Zucker, die abgeriebene Schaale von einer Zitrone und1 kleinen Löffel voll Mehl, rührt alles recht klar, fetzt es dannauf das Feuer, und läßt es unter beständigem Rühren halbgahrwerden, doch so, daß es noch nicht ganz steif ist, dann gießt manes zwischen und über die Nudeln, setzt die Form oder tiefe Schüsselin ein Gefäß mit heißem Wasser, und läßt es so z Stunde imheißen Ofen stehen.

309. Reis-Kuchen.

1 Pfd. Reis mit 1 Maas Milch zum dicken Brei gekocht,dann erkalten lassen, hierauf 1214 Eigelb, Zucker, Zimmt,etwas abgeriebene Zitroneuschaale und etwa 1 guten Löffel vollgestoßnen Zwieback dazu gethan, das Eiweiß zu recht steifem Schneegeschlagen, unter die Masse gerührt, eine Reif- oder andere Formmit Butter bestrichen und mit Semmel- oder Zwiebackskrnmen be-streut, die Masse hinein gegossen und 1 Stunde im nicht zu heißenOfen backen lassen.

391. Kurländischer Reiskuchen.

Man nimmt so viel Zucker, als 7 Eier schwer sind, stößtihn fein, rührt die Dotter von den Eiern so lange, bis sie dicksind, thut dann den Zucker dazu, schlägt das Weiße zu Schnee,