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Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
163
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Milch- und Mehlspeisen. I6Z

437. Auflauf von Krebsen.

Nachdem man von den ausgebrochenen Krebsschaalen Krebs-butter bereitet hat, wie solches bei der Krebssuppe Nr. 6. be-schrieben worden, kocht man die zurückgebliebenen Schaalen undgestoßenen Krebsbäuche, nachdem die Galle herausgenommen, mitso viel Milch, als zum Einweichen von einem Milchbrod für3 Pfennige nöthig ist, recht lange, gießt sie dann durch dasHaarsieb, bricht die Semmel , nachdem die Rinde abgerieben, inStücke, und läßt sie in der Milch recht durchweichen. Hieraufrührt man sie mit S Eigelb, etwas Salz, Muskatnuß und etwaSabgeriebener Zitronenschaale recht fein, thut das fein gehackteKrebsfleisch und das zu Schnee geschlagene Eiweiß dazu, bestreichteine kleine Casserolle recht fett mit Krebsbutter, giebt die Massehinein und backt sie in ^ Stunden mehr von oben als von untengahr, stülpt es dann auf eine Schüssel, servirt es schnell undgiebt folgende Sauce dabei. Man schwitzt einen halben Löffel vollMehl in Krebsbutter, giebt dann Milch, Salz und etwas Muskat-nuß daran, rührt es klar damit, läßt es aufkochen und rührt esmit ein paar Eidotter ab.

438. Aprikosen-Koch.

^ Pfd. Reißmehl wird gehörig mit heißem Wasser abgewassertund dann mit 2 Schoppen guter Milch und einem Stückchen Zimmtzu einem steifen Brei gekocht. Dann schlägt man nach nnd nach1618 Eidotter daran, arbeitet es tüchtig damit durch, schält dieAprikosen, schneidet sie von einander, klopft die Steine auf, ziehtdie Schaale von den Kernen, stößt sie fein, rührt sie nebst z Pfd.Butter unter den Brei, thut den Schnee von 12 Eiweiß, uudzuletzt die Aprikosen nebst ^ Pfd. Zucker, auf dem das Gelbe einerZitrone abgerieben worden, dazn. Dann backt man es in einerzubereiteten Form, wie in Nr. 430. bemerkt worden, in ohngefähr^ Stunde gahr.

439. Kirschen-Koch.

Wird eben so bereitet wie in der vorigen Nr. beschrieben,nur bleiben die Kerne weg; desgleichen kann man es auch vonPflaumen, Zwetschen oder Aepfeln machen.