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Hessisches Kochbuch
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Saucen.

^ Schoppen Wein hinzu, und treibt es durch das Haarsieb. Dannrührt man ^ Löffel voll Kartoffelmehl oder Stärke mit etwas Weinrecht klar, thut dieses nebst etwas Zimmt und auf Zucker abge-riebener Zitronenschaale daran,' und läßt es zusammen gehörigdurchkochen.

333. Sauce von frischen Kirschen.

Man nimmt einen Teller voll Kirschen, entweder eine gutesüße oder sauere Sorte, nur muß sie dunkel sein, stößt sie nachund nach im Mörser, so daß die Kerne entzwei sind, setzt sie mitetwas Wasser, einem Stück Zimmt, 23 Zitronenscheiben undeinem guten Stück Zucker auf gelindes Feuer, rührt es oft um,und läßt es eine Zeitlang kochen, damit es den Geschmack derKerne etwas annehme. Hierauf läßt man es durch das Haarsiebgehen, rührt 1 Löffel voll Kartoffelmehl oder Stärke mit etwaskaltem weißen Wein an, giebt es zu der Kirschenbrühe, gießt vonjenem noch so viel dazu, als nöthig, versucht es wegen Zucker, undläßt es zusammen uuter beständigem Rühren klar kochen, doch sowenig als möglich, damit sich der Wein nicht zu sehr verdunste.

334. Sauce von getrockneten Kirschen.

Hierzu wiegt man etwa ^ Pfd. derselben ab, stößt sie imMörser, läßt sie mit Wasser, etwas Zitronenschaale ^ Zimmt undder Rinde eines oder 14 Milchbrodes oder Semmel weich kochen,streicht sie dann mit Gewalt durch das Haarsieb, giebt Wein,Zucker und Zitronensaft dazu, läßt es zusammen auskochen, undrichtet sie an. Diese Sauce ist sehr gnt zu einem Zimmer vonWildschwein oder Hirsch, so wie auch zu mehreren gebackenen Mehl-speisen zu gebeu.

333. Sauce von frischen Himbeeren.

Dieselbe wird eben so wie in Nr. 333. beschrieben worden,verfertigt, nur bedarf es hier des Stoßens im Mörser nicht,sondern dieselben werden nur in einer Casserolle, worin man dieSauce bereiten will, mit einem hölzernen Löffel zerdrückt, undsodann weiter verfahren, wie oben gesagt.