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Hessisches Kochbuch
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Gemüse.

89. Wasserspatzcn.

Sechs Löffel voll Mehl und das gehörige Salz werden mit so vielheißer Milch angerührt, daß man den Teig kaum glatt rühren kann unddann mit 34 Eiern so dünn gemacht, wie ein guter Klöse-Teig.Hierauf sticht man denselben Löffelweise in kochendes Wasser oderBouillon und läßt sie.kochen. Während sie recht darin aufgehen,läßt man in einer flachen Schüssel 4 Loth Butter heiß werden:hebt die Spähen mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser, legt siein die Schüssel, deckt sie schnell zu und läßt sie auf gelindemKohlenfeuer oder im Bratofen, der aber offen dabei bleiben muß,damit sie nicht von oben backen, unten gelb werden und giebt siemöglichst geschwinde auf den Tisch.

100. Milchspchen-

Hierzu wird der Teig bereitet, wie im vorigen Artikel ange-geben worden; ist dieses geschehen, so wird ein kleiner StichButter in siedende Milch gethan und der Teig hinem gestochen,wie oben gesagt. Sind sie hübsch aufgegangen und genug gekocht,so richtet man sie entweder mit in Butter gebratenen Zwiebeln oderSemmelkrumen an, oder läßt sie in Butter auf einer Schüsselanziehen, wie im letzten Artikel beschrieben worden.

101. Sehr gute Klöße.

Man weicht 2 Milchbrode, das Stück zu 1 kr., in warmeMilch ein, nachdem die Rinde davon abgeschält worden und reibtsodann noch für 6 kr. trocken; rührt 6 Loth Butter zu Schmand,schlägt 3 ganze Eier und 3 Eigelb hinein, zerrührt diese wohldamit, thut das zu Schnee geschlagene Eiweiß von den 3 letztern,das nöthige Salz uud die eingeweichten und zerdrückten Milchbrode,und zuletzt die Semmelkrumen darunter und sticht sie dann baldmöglichst in das kochende Wasser. Diese Klöße sind sehr gut untergrünes Erbsengemüs anzurichten.

102. Andere Art.

Man rührt ungefähr 6 Loth Butter zu Schmand, schlägtdann 34 Eier hinein, rührt einen kleinen Löffel voll feines