10
Suppcn.
23. Zwiebel-Suppe.
Man thut ein gutes Stück Butter oder Fleischbrühfett ineinen Topf und läßt es heiß werden; schneidet 2 bis 3 Händevoll Zwiebeln, gelbe Wurzeln, Kohlrabi und Selleri in Scheibendazu, läßt es unter öfterm Umwenden braun schmoren, (einigeStückchen Schinken machen es noch besser), gießt, wenn diesesgeschehen, so viel Wasser dazu, als man Suppe nöthig hat undbricht einige Stücke Milchbrod oder Semmel hinein; sind dieseganz zerkocht, so streicht man die Suppe durch ein Haarsieb undbringt beim Anrichten entweder Schwammklöschen (siehe Nro. 52.)oder in Butter geröstete Semmelscheiben hinein.
26. Braune Mehl-Suppe.
So einfach diese auch zu sein scheint, so ist doch, wenn sierecht gut und schmackhaft werden soll, einiges dabei zu bemerken.Hauptsächlich darf das Mehl nicht mit zu wenig Fett geröstetwerden, und erst wenn dieses beinahe ganz die gehörige Farbe hat,muß man die Zwiebeln daran schneiden, da sie nur gahr damitschwitzen, aber nicht braun werden dürfen. Das Wasser muß rechtnach und nach unter beständigem Klarrührcn zugegossen werden,worauf man es zwar noch einigemal aufkochen läßt, aber nicht znlange, da sie sonst von ihrem guten Geschmack verliert. — BeimAnrichten thut man in kleine Würfelchen geschnittenes nnd inButter scharf geröstetes Schwarzbrod hinein, oder nach BeliebenSemmel.
27. Blinde oder falsche Schokoladen-Suppe.
Hierzu röstet man nach Verhältniß der Personenzahl feinesMehl, jedoch ohne Butter, recht schön hellbraun, rührt es mitetwas kalter Milch klar, und giebt daun nach und nach so vielals nöthig, kochende Milch dazu, (etwa 3 Schoppen auf 5Personen); thut etwas recht fein gcstoßncn guten Zimmt, Nelken,Zucker, uud wenn man will, auch etwas mit letzterem gestoßneVanille dazu, läßt alles gehörig durchkochen, und richtet es übertrocken geröstete Semmelscheiben an.