Druckschrift 
Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

Suppen.

9

und einigen Eigelben recht zart zerrührt worden, nebst den übrigenRübenscheibchen, die erst gleichfalls in Butter geschwitzt und dannin Bouillon weich gekocht sein müssen, hinein, läßt es kochend heißwerden und richtet es über geröstete Semmelscheiben an.

21. Gelbe Wurzel-Suppe.

Man reibt gelbe Wurzeln auf der Reibe und thut sie hieraufin heiße Bntter, nnd gießt, nachdem sie darin schön gelblich ge-schmort worden, gute Fleischbrüh daran, läßt es tüchtig zusammen-kochen, treibt es durch das Haarsieb und richtet es über Schwamm-klöschen oder geröstete Semmelscheiben an.

22. Kartoffelsuppe mit gelber Wurzel.

Eine gehörig gereinigte gelbe Wurzel oder 2, je nachdem siegroß sind, reibt man auf der Reibe, röstet sie schön hellbraun inButter, und bringt sie dann mit denen zu einer Snppe nöthigenKartoffeln, Porre, Zellerie und beliebigem Fett, in dem erforder-lichen Wasser auf, läßt es zusammen gahr kochen, nnd verfährtweiter, wie im vor. Art. gesagt worden.

23. Sehr schnell gemachte Suppe.

Für 3 Personen nimmt man 1 Eßlöffel voll Butter, zerrührtsie zu Schmand, schlägt 2 ganze Eier hinein, zerrührt diese zart,nimmt, so schwer die Eier, so schwer Mehl, doch ja nicht mehr,etwas Salz und Muskatblüthe, und nachdem alles wohl gerührt,sticht man kleine Klöschen davon in kochende Bouillon; sie sind inwenig Minuten gahr.

24. Sauerkraut-Suppe.

Man macht eine gute gewöhnliche braune von etwasSchinken, Fleischabsällen, allerhand Wurzelwerk und Zwiebeln,kocht so viel Sauerkraut, als man zu der Suppe nöthig zu habenglaubt, mit Butter und etwas ausgebratenem Speck gahr, fülltdann die durch das Haarsieb gelaufene darauf und läßt beidesnoch eine Zeitlang zusammen durchkochen.