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Hessisches Kochbuch
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Suppen.

weich, thue etwas Milchbrod, sowie die Knochen und das harteFleisch eines gekochten Huhnes, fein gestoßen, daran, fülle Bouillondarauf und lasse es 4 Stunde langsam kochen, Lehrend demstoße man j Pfd. Mandeln mit dem Gelben von 8 hart gesottenenEiern, lasse es in der Suppe recht heiß werden, aber nicht kochenund streiche das Ganze dann durch ein Haarsieb. Von einemgekochten Huhne schneidet man die Brust iu seine längliche Stückchenund richtet die Suppe darüber an.

18. Loupe kumet. (Wildpretsuppe).

Schneide Hirsch- oder Rehbraten, oder auch Hasen, Schinken,Zwiebeln, Petersilien- und gelbe Wurzeln, so wie auch Sellerie,alles in kleine Würfel, schwitze es in Butter so braun als möglich,ohne daß es anbrennt, fülle gute Fleischbrühe, in deren Ermangelungauch Wasser dazu, lege eine braun geröstete Semmelrinde dabei,lasse es zusammen recht gar kochen, streiche es durch ein Haarsieb,thue etwas in Butter gelblich geschwitztes Mehl dazu, lasse es einpaarmal aufkocheu und richte es an, worauf man in Butter ge-röstete Semmelscheiben hineinlegt.

19. Andere Art.

Man macht eine gewöhnliche gute braune 5us, (siehe Art. 1.)nimmt dann Reste von Hirsch- oder Rehbraten, schneidet sie inStücke und stößt sie möglichst fein im Mörser, kocht es dann mitetwas Weißbrod in Fleischbrüh recht zart und klar, gießt die ^usnebst der etwa noch nöthigen Bouillon hinzu, streicht das Ganzedurchs Haarsieb und rührt es beim Anrichten mit ein paar Eigelb ab.

20. Suppe von Märkschen Rüben.

Einige Hände voll Rüben putzt und schneidet man in kleineScheibchen; die Hälfte davon fchwitzt man mit etwas klein ge-schnittenem Schinken, Zwiebeln und Wurzelwerk in Butter, thutetwas Mehl dazu, füllt es mit Bouillon auf, läßts tüchtig zu-sammen kochen und streicht es durch das Haarsieb; dann thut manetwas Semmelkrumeu i die auf dem Feuer mit etwas Schmand