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Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
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Suppen.

nicht auscincinder fließen, sondern das Eiweiß nur die Dotter über-zieht, nnd beides noch ziemlich weich bleibt. Beim Herausnehmenaus dem Wasser mittels eines Schaumlöffels, giebt mau ihnenschnell durch Wegnehmen des äußern uugleichen Randes, einehübsche runde Form.

11. Hafer-Suppe ohne Fleischbrüh.

Die geschälte uud im Mörser gestoßene Hafer bringt manmit kaltem Wasser auf und läßt sie mit etwas frischer Butter unddem nöthigen Salz unter fleißigem Rühren so lange kochen, bissie sämig uud recht hübsch weiß ist. Dann schlagt man sie durchein feines Sieb und stellt sie warm, läßt sie aber nicht mehr kochen,weil sie sonst wieder dünn wird; thnt dann etwas Zncker, Zitronen-saft, in heißem Wasser aufgequellte Corinthen, etwas weißen Wein,und länglich geschnittene Mandeln dazu, richtet sie au und legtkleine in Butter scharf gebratene Semmelbröckchen hinein. Stattdes Weins kann man auch einen in dicke Scheiben geschnittenenApfel vor dem Durchschlagen mitkochen lassen, was besonders beiKranken eher anwendbar ist, als der Wein.

12. Hafer-Suppe mit Fleischbrüh.

Bei dieser verfährt man eben so, wie bei der vorigen, gießtjedoch, nachdem die Hafer dick im Wasser gekocht ist, statt weitermWasser, Fleischbrüh hinzu, nimmt statt aller im vorigen Artikelangegebenen Ingredienzen, nur etwas weniges Muskatblüthe unddas nöthige Salz, schlägt sie durch ein feines Sieb und richtetsie an.

13. Geriebene Nudel-Suppe.

Man verfertigt einen Teig wie in Art. 104. wellt denselben aus,schneidet ihn in nicht zu schmale Streifen, wickelt diese recht festzusammen, reibt es auf der Reibe, giebt das Geriebene in diekochende Fleischbrüh, uud rührt es beim Anrichten mit Eigelb ab;auch kann man den Teig gleich reiben, ohne ihn erst anszuwellen,doch ist dieses besser.