der Menschen dreht sich um zwei Angelpunkte, welche, in derMenschennatur selbst begründet, einander polarisch entgegenstehenund notwendig bedingen: die Individualität — das Einzelleben —mit ihrer Abgeschlossenheit, mit dem Drange nach Selbständigkeit,nach freiem Gebaren des Willens und der Kräfte; und die Gemein-schaft — das Gattungsleben — mit der Forderung der Unterordnung,der Hingebung an die Gesamtheit. Die wahre Konkurrenz setzt gleicheBedingungen, eine gleich zugemessene Bahn für die Kämpfer voraus,sonst verdient sie diesen Namen nicht. Nun weiß aber jedermann,daß auch das kleinste industrielle Unternehmen ohne ein gewissesKapital mit Aussicht auf irgend einigen Erfolg so gut wie unmöglichist. Der Mangel daran verdammt die bei weitem größere Zahl derArbeiter zu ewiger Unselbständigkeit. So gewährt sowohl bei Be-schaffung der notwendigen Subsistenzmittel, als des Rohmaterials zurArbeit, nur der Ankauf im ganzen und großen diejenigen Vorteile,welche bei den gegenwärtigen Preisen und Löhnen eine erträglicheExistenz des Arbeiters möglich machen. Und das ist es eben, wasdie Assoziationen auf eine ebenso natürliche als einfache Weisebezwecken. Auch der völlig Mittellose repräsentiert immer nocheinen ökonomischen Wert in der Gesellschaft: seine Arbeitskraft.Die solchergestalt gewonnene Ausgleichung hinsichtlich der Vor-bedingungen der Arbeit setzen den Arbeiter wohl in den Stand, gutund billig zu produzieren, genügen aber für sich allein nicht, ihmAbsatz und angemessene Preise seiner Produkte zu schaffen. Damangelt es zeitweise an Bestellungen, die Käufer fertiger Warenfehlen, Messen und Märkte fallen aus, und es gehört ein namhaftesBetriebskapital dazu, um solche flaue Perioden abwarten und etwaauf Vorrat fortarbeiten zu können. Sollen die Assoziationen hiermit Erfolg eingreifen, so darf die Vergesellschaftung nicht bei Be-schaffung der Vorbedingungen zur Arbeit stehen bleiben, vielmehrmuß sie sich auf die Arbeit und deren Resultate selbst erstrecken.Und dies geschieht in der Tat in den Assoziationen zum Gewerbe-betrieb für gemeinschaftliche Rechnung, welche die Spitze des ganzenSystems bilden. Und in der Tat drängt der Gang der Dinge immermehr zu solchen großen Etablissements hin. Abgesehen davon, daßeine Menge früher nur von Handwerkern ausgeübter Industriezweigemehr und mehr in den fabrikmäßigen Betrieb übergeht, dessen Voraus-setzungen von den Arbeitern nur durch ihren Zusammentritt inAssoziationen verwirklicht werden können: hat sich auch die kom-merzielle Spekulation vieler dem Handwerk noch verbliebener Artikelbemächtigt. Häufig errichten Kaufleute Magazine fertiger Hand-werkerwaren und geben für ihre Rechnung kleinern Meistern und
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