Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
321
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Neunzehnter Abschnitt.321.Das Heer trennte sich in drei Haufen, um durch Bi-thynien zu ziehen. Als sie jedoch von den wilden Be-wohnern dieses Landes einen beträchtlichen Verlust er-litten hatten, vereinigten sie sich wieder, und lagertenbei dem Hafen Kalpe. Hier starb Cheirisophus; anseine Stelle ward Neon zum Befehlshaber gewählt;sie sezten die Todesstrafe darauf, wenn Jemand demHeere den Vorschlag machen würde, sich wieder zu tren-nen. Doch der Mangel an Lebensmitteln nöthigte siebald, sich durch die Thäler zu zerstreuen, wo des Phar-nabazus Reiterei, mit welcher die Einwohner sich ver-einigten, fünfhundert von ihnen niedermachte; die übri-gen, welche auf einen Hügel flohen, wurden von demXenophon aus den Händen der Feinde errettet. Erführte sie darauf durch einen großen Wald, wo ihnenPharnabazus den Durchzug streitig machte; aber sieschlugen ihn, und sezten ihren Marsch bis Chrysopolisund Chalcedon fort, indem sie unterwegs eine reicheBeute machten, und begaben sich von da nach Byzanz.Anaxibius befehligte damals die spartische Flotten imHellespont; an ihn wendeten sich die Griechen um Un-terstützung. Aber die Sparter waren nicht geneigt, die-ses Heer in ihren Sold zu nehmen, das sich jetzt nachso vielen überstandenen Leiden von seinem Vaterlandeausgestoßen und ohne Hülfe sah. Erbittert über die-ses abermalige Fehlschlagen ihrer Hoffnung beschlossen sieByzanz zu stürmen und zu plündern. Xenophons Be-redsamkeit rettete jedoch die Stadt, und er führte sienach Salmydessus, um dem thrazischen Prinzen Seu-thes beizustehen, welcher ihn schon vorher durch seineAbgesandten ersucht hatte, mit seinen Truppen zu ihmzu stoßen, um ihm zur Wiedererlangung seines väter-lichen Reiches, dessen ihn seine Feinde beraubt hatten,behülflich zu seyn. Er machte dem Xenophon großeVersprechungen, sowohl für ihn selbst, als für seineTruppen; aber nicht sobald hatte er durch diese Hül-X 2