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1 (1821)
Entstehung
Seite
41
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42Fünfter Abschnitt.Sparta's Kriege mit Messene. Untergangdieſes Staates.Die Provinz Lacedämon war gebirgigt und gehörtenicht zu den fruchtbaren Ländern, aber in Westen gränz-te sie an den Staat von Messene, dessen Bewohner glei-chen Ursprung mit den Lacedämoniern hatten, und dergleichfalls von Fürsten aus dem Stamme der Heraklidenbeherrscht war. Messene, ungleich fruchtbarer, obgleichan Flächeninhalt kleiner als Lacedämon, ward bald derGegenstand der Eroberungssucht, die bey einem einzigzum Kriege gebildeten Volke nur geringer Veranlassun-zum Ausbruch bedarf. Die reichen Felder der Messe-ner boten dem Geiz der Lacedämonier dauernde Beute,sie waren lüstern im Gefühl ihrer Kräfte nach der Un-terjochung des reichen Landes. Die nächste Veranlas-sung zu dem Kriege war folgende:Auf der Gränze Laconiens gegen Messene standein Tempel der Diana, in welchem sich oft Lacedämo-nier und Messener versammelten, um zu opfern, undan den bey den berühmteren Tempeln Griechenlandsgewöhnlichen Feierlichkeiten Theil zu nehmen. Bey ei-ner dieser Feierlichkeiten ward Teleclus, König vonSparta, ein Sohn des Archelaus, erschlagen. Die La-cedämonier beklagten sich, die Messener hätten versucht,einige spartische Jungfrauen zu rauben, und Teleclussey bey der Vertheidigung derselben ermordet worden.Allein die Messener behaupteten, die vorgeblichen Jung-frauen seyen bewaffnete Jünglinge gewesen, bestimmt,die vornehmsten Bürger von Messene zu ermorden, diesich bey der Feyer des Festes eingefunden hätten; derTod des Teleclus sey folglich eine gerechte Strafe fürsein abscheuliches Vorhaben gewesen. Die Lacedämonierunter⸗