131Sechzehnter Abschnitt.schichte von Griechenland. Nur die innere Verfassungder griechischen Staaten, die keine dauerhafte Verbin-dung unter ihnen gestattete, war die Veranlassung,daß sie von dieser Zeit an, statt in kräftig errun-gener Freiheit sich zu behaupten, allmählig san-ken, und nun bald die Beute ihrer ränkevollen Nach-barn wurden.Sechzehnter Abschnitt.Staatsverwaltung des Perikles. Anfangdes peloponnesischen Krieges.Als Cimon starb, war Perikles ohne Nebenbuhler inder Leitung der öffentlichen Angelegenheiten Athens.Sein höchstes Ziel war Herrschsucht unter den Formender Volksgewalt. Diese nach seinen Absichten zu lenkenbediente er sich aller der Künste, die das Auge der Men-ge blenden, dem Pöbel Genüsse verschaffen, und seinenLeidenschaften schmeicheln konnten. Er vertheilte dieeroberten Gebiete, belustigte das Volk mit Schauspielen,erbaute neue geräumige, dem öffentlichen Vergnügen ge-widmete Säle, schmükte die Stadt mit Tempeln undBildsäulen, und die Versammlungsorte mit Gemählden,ermunterte die Künstler durch reiche Belohnungen, undAthen ward bald der Sammelplaz der größten Meister-werke, die jemals der menschliche Geist erdacht, und dieKunst ausgeführt hat. Aber dieser Lebensgenuß warddurch den Verlust der Freiheit Athens zu theuer erkauft.Athen ward durch Perikles die Schule der Bildung inGriechenland, aber es sank unter der Staatsverwaltungdieses Mannes von dem höchsten Range in Griechen-land bis zur niedrigen Stufe eines der Willkühr seinerFeinde preisgegebenen Staates. Um die Herrschaft überAthen zu erlangen, bedurfte Perikles zuerst den Beifalldes
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