Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
9
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Zweyter Abschnitt.Tod ihrer Väter. Sie belagerten und eroberten die Stadt,tödteten viele ihrer Bewohner, oder führten sie als Gefan-gene hinweg. Die Uebriggebliebenen erkannten den Sohndes Polynices für ihren König. Der zweite Krieg gegenTheben wird der Krieg der Epigonen genannt. Diesessind die Erstlinge der griechischen Geschichte.Zweyter Abschnitt.Der trojanische Krieg. Dessen Folgen. Wan-derung der Herakliden, neue Kolonien derGriechen.Ungefähr zwölf hundert Jahre vor der christlichen Zeit-rechnung herrschte in Sparta Tyndareus, der Vater der be-rühmten Zwillingsbrüder, Castor und Pollux, und der schö-nen Helena. Da die beyden Brüder bei einer kriegerischenUnternehmung getödtet, oder, wie die Fabel sagt, in dieHallen der Götter aufgenommen waren, so blieb Helenadie einzige Erbin des Reichs. Frauenraub war damals inGriechenland eine nicht ungewöhnliche Sache, und Helenawar schon in ihrer frühesten Jugend von Theseus, dem Kö-nig von Athen entführt, aber dem Vater zurückgegeben wor-den. Tyndareus verpflichtete die zahlreichen Freyer seinerTochter, durch einen Eid, den Gemahl den sie sich wählenwürde, bey seinen Rechten zu schützen. Helena wählte denMenelaus, den Bruder Agamemnons Königs von Argos, zuihren Gemahl, der nach dem Tode des Tyndareus denThron von Sparta bestieg; doch nicht lange dauerte dieHerrlichkeit des königlichen Paares. Menelaus reiste nachKreta; während seiner Abwesenheit erschien Paris, derSohn des Königs Priamus von Troja, der schönste Mannseines Zeitalters, und begabt mit allen Vorzügen, die dasweibliche Herz zu bethören fähig sind. Er gewann dieZuneigung der jungen Fürstin; sie verließ ihr Vaterland,und