55Sechster Abschnitt.gers mit soviel Verstand und Tugend vereint, als die-ser Held, dem die Geschichte mit Recht unter den aus-gezeichnetsten Männern Griechenlands den ersten Rangangewiesen hat.Sechster Abschnitt.Zustand des Peloponnesus nach dem zwei-ten messenischen Krieg. Der erste heiligeKrieg.Messene war nun erobert (J. v. C. G. 680.), das Landverheert und entvölkert; die waffenfähigen Männer hat-ten mit ihren Frauen und Kindern ein neues Vater-land gesucht und erworben; was zurückgeblieben war,reichte nicht hin zu dem Anbau des Landes, und wur-de von den Siegern zu der härtesten Sklaverey ver-dammt. Unter dem Namen der Bundesgenossen er-hielten einige Städte von der erzwungenen Großmuthder Sparter kleine Stücke des messenischen Gebieteszum Anbau, dafür wurde ihre Unterwürfigkeit unterdie Herrschaft von Lacedämon unbedingter. In glei-chem Maasstab mit der Eroberung von Messene wuchsauch der Stolz und die Habsucht der Sparter; da siealle Künste und Wissenschaften als Gewerbe, nur derSklaven würdig, verachteten, so blieben Krieg oderJagd ihre einzige Beschäftigung. So wie in beinahegleichem Zeitalter die Römer mit allen ihren Nachbarnin beständiger Fehde waren, so auch die Sparter, nurdaß es diesen nicht gelang, sie unter dem Namen derBundsgenossen zu unterjochen; auch nahmen sie in dasBürgerrecht ihres Landes die besiegten Nachbarn nichtauf, wie die Römer die Sabiner, die Bewohner vonAlba und andere Völker, sondern sie zogen es vor, sieals Sklaven zu den niedrigsten Arbeiten zu verwenden,und
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