Geschichte der Griechen,76schaftlichen Göttern Griechenlands, den Antrag derSparter zu verwerfen. Dieses geschah mit allgemei-nem Beifall, und die Sparter, deren Hinterlist hierzum erstenmal in offener Versammlung mehrerer Staa-ten Griechenlands zur Schau gestellt war, verließenden Hippias, der sich zu dem Artaphernes, demStatthalter des Königs von Persien zu Sardis inLydien, wendete.Neunter Abschnitt.Vorbereitende Ursachen zu dem ersten Kriegmit Perſien.Die Griechen hatten, wie wir bereits erzählt haben,schon vor mehreren Jahrhunderten Kolonien nach Klein-asien gesendet. Die von den griechischen Auswanderernauf den weitläufigen Küsten dieses Landes gegründetenStädte gediehen durch die Fruchtbarkeit des Landes,durch den der Fortpflanzung des Menschengeschlechtesgünstigen Einfluß des Klima, und durch den Handelzu einem so hohen Grad von Wohlstand, daß siebald mit dem Mutterlande wetteiferten, und dasselbean Ausdehnung ihres Gebietes an der Zahl und demReichthum ihrer Städte, und selbst an Bevölke-rung in kurzer Zeit übertrafen. Sie genossen fastdurchgängig einer freien Staatsverfassung, und wennsie auch einige Zeit einheimischen Tyrannen unterwor-fen waren, gewannen sie doch ihre Unabhängigkeit baldwieder. Doch als Crösus in Lydien herrschte, eroberteer die griechischen Niederlassungen in Jonien, Aeolienund Karien; sie gehorchten ihm unter dem Namen vonBundesgenossen, und behielten größtentheils ihre Ver-fassung, sie bezahlten einen sehr mäßigen Tribut, undgenossen in der That unter der Regierung dieses Für-sten
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