Geschichte der Griechen,143Bevölkerung in trauriger Dürftigkeit. Die Geseze So-lons wurden nicht mehr beobachtet, und an ihre Stelletraten oft aus der niedrigsten Klasse des Volkes Dema-gogen, die durch ihre leidenschaftliche Beredsamkeit dieleichtsinnige Menge zu Maasregeln vermochten, die fürden Staat verderblich waren. Nach einem kurzen Zeit-raum des höchsten Ruhmes sank Athen von der erha-benen Stufe, auf die es durch den persischen Krieggelangt war. Statt eines die Freiheit mit Begeiste-rung behauptenden Volkes werden wir bald einen sitten-und willenlosen Pöbel, eine verdorbene und feile Staats-verwaltung, und Ansehen und Macht blos in denHänden der Reichen sehen. Ehe wir aber zum Ver-folg unserer Geschichte schreiten, müssen wir einen Blikauf die Niederlassungen der Griechen in Unteritalienund Sizilien werfen, deren Macht jene ihrer Mutter-staaten weit übertraf, und die man unter dem allge-meinen Namen von Großgriechenland kennt.Vierzehnter Abschnitt.Großgriechenland; Wachsthum und Blütheder griechischen Kolonien in diesem Lande.Bündniß des Xerres mit Karthago. DieKarthager fallen Sizilien an, und werdenvon Gelongeschlagen. Ende dieses Krieges.(J. 480. v. C. Geb.)Die Niederlassungen der Griechen in Italien entstan-den zum Theil im heroischen Zeitalter; so wurden Cu-mae (jezt Neapel) im eilften Jahrhundert vor ChristiGeburt von den Euböern, Metapont noch früher ge-gründet, aber die meisten entstunden im siebenten undachten Jahrhundert vor der christlichen Zeitrechnung.Häusliche Fehden, Unzufriedenheit mit der Verfassung,Drängen
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