Geschichte der Griechen,320ster Eile vor. Als er näher kam, hörte man deut-lich den Ruf: Die See! die See! und der Schreckenverwandelte sich in Freude und Frohlocken. Keinerkonnte sich der Thränen enthalten, sie umarmten in demGefühle ihrer Rettung dankbar ihre Anführer; sie sahenjezt das Ende ihrer langen Leiden, der Gedanke anihr Vaterland, an ihre Freunde und Verwandte er-füllte ihre Herzen mit den frohesten Empfindungen, undsie trugen, ohne Befehl zu erwarten, einen großenSteinhaufen zusammen, auf dem sie ein Siegeszeichenmit gebrochenen Schildern und andern Waffen der be-ſiegten Barbaren errichteten.Von da rükten sie weiter durch die Berge in Kol-chis, deren einer über die andern hervorragte; diesenhatten die Einwohner des Landes besezt. Die Grie-chen stellten sich an dem Fuße desselben in Schlacht-ordnung, um so hinanzugehen, weil der Zugang nichtunersteiglich war. Xenophon aber hielt es für rath-sam, nicht in Linien, sondern in Reihen hintereinanderhinaufzumarschiren, weil die Soldaten wegen der Un-gleichheit des Bodens, welcher an einigen Orten all-mählig sich erhob, an andern aber schwer zu ersteigenwar, ihre Glieder nicht würden halten können. Die-ser Rath ward genehmigt, und das Heer hiernach ab-getheilt. Die schwer bewaffneten Truppen bildetenetwa achtzig solcher Reihen, deren jede ungefähr aushundert Mann bestand; achtzehnhundert Leichtbewaffnetewurden in drei Haufen getheilt, deren einer zur Rech-ten, der andere zur Linken, und der dritte in dieMitte gestellt wurde. Nachdem Xenophon seine Trup-pen aufgemuntert und ihnen vorgestellt hatte, daßdies das lezte Hinderniß sey, welches zu überwindenwäre, und die Götter um ihren Beistand angerufenhatte, fieng das Heer an, hinaufzusteigen. Der Feindwar nicht im Stande, ihren Angriff auszuhalten, und— —zer-
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