Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
319
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Neunzehnter Abschnitt.319Athmen erschwerte, und hier verloren sie viele Skla-ven und Lastthiere, auch dreisig Soldaten wurden durchdie Kälte getödtet. Die Nacht über machten sie Feuer,weil sie einen Ueberfluß von Holz fanden. Den gan-zen folgenden Tag sezten sie ihren Marsch durch denSchnee fort, und viele blieben vor Hunger, welcherEntkräftung oder Ohnmacht nach sich zog, auf demWege liegen; sobald ihnen aber etwas Speise gereichtwar, fanden sie sich gestärkt, und sezten ihren Wegfort.Nach einem Marsche von sieben Tagen kamen siean den Fluß Araxes, auch Phasis genannt, welcher et-wa hundert Fuß breit war. Zwei Tage nachher ent-dekten sie die Phasier, Chalyber und die Taochier,welche den Paß über den Berg besezt hatten, um denUebergang in die Ebene zu verhindern. Sie sahen,daß es unmöglich sey, ein Treffen zu vermeiden, undbeschlossen, es noch am nämlichen Tage zu liefern.Xenophon, welcher bemerkt hatte, daß der Feind nurden gewöhnlichen Uebergang vertheidigte, und daß derBerg sich auf drei Meilen in die Länge erstrekte,machte den Vorschlag, sich mit einer Abtheilung desHeeres der Höhen, welche über dem Feinde gelegenwaren, zu bemächtigen, welches nicht schwer seyn wür-de, da sie allen Verdacht wegen ihres Vorhabens ver-meiden könnten, wenn sie in der Nacht abmarschirten, undindeß auf der Heerstrasse einen falschen Angriff machten,um die Aufmerksamkeit des Feindes abzuziehen. Dießgeschah, der Feind wurde in die Flucht geschlagen,und der Paß geöffnet. So kamen sie, nach einem Mar-sche von zwölf bis fünfzehn Tagen an einen sehr hohenBerg, Namens Theches, von welchem sie endlich dieSee ertdekten. Die ersten, welche sie erblikten, er-huben ein großes Freudengeschrei; Xenophon glaubteder Vortrab ſey angegriffen, und rükte in moͤglich-ſter