Geschichte der Griechen,516prei der Feinde, werden uns günstig seyn; da sie durch„die Verletzung heiliger Verträge beleidigt worden,und ihre Lust daran haben, den Stolzen zu demüthi-gen, und den Gebeugten zu erhöhen, so werden siewuns auch ins Treffen begleiten, und für uns fechten.Unsere einzige Zuversicht ist der Sieg; was es unsauch kosten mag, ihn zu erkämpfen, wir werden nurodurch ihn reichlichen Ersaz für alles was wir wagen,„hoffen dürfen. Laßt uns nun Alles zurüklassen, wasnur unsern Zug belästigen würde, laßt uns nur das„Nothwendige und Unentbehrliche beibehalten. Dasganze Heer erhob die Hände zum Zeichen des Bei-falls; sogleich loderten die Gezelte, und was sonstüberflüssig im Lager war, im Feuer auf.Cheirisophus aus Sparta führte den Vortrab,und Xenophon nebst Timasion den Nachzug. Sie lenk-ten ihren Marsch gegen die Quellen der großen FlüsseEuphrat und Tigris, um den Uebergang leichter zubewerkstelligen. Das Heer bildete auf XenophonsRath während dem Zuge ein hohles Vierek, in demmittlern leeren Raum war das Gepäcke. Noch warensie nicht weit gezogen, als ihnen eine Abtheilung derfeindlichen Bogenschützen und Schleuderer, von demMithridates angeführt, nachfolgte, welche ihren Nach-zug beunruhigten, und eine Menge von ihnen verwun-deten; denn da sie schwer bewaffnet und ohne Reite-rei waren, konnten sie wenig Widerstand thun. Umdiesem Uebel fürs künftige abzuhelfen, bewaffnete Xe-nophon zweihundert Rhodier mit Schleudern; sie gos-sen Kugeln von Blei, mit denen sie viel weiter war-fen, als die persischen Schleuderer. Auch eine kleineSchaar Reiter ward gebildet, deren Nutzen sich baldzeigte, denn ein zweiter Angriff des Mithridates wardrühmlich zurükgeschlagen. Von nun an blieb die per-sische Reiterei immer in einiger Entfernung, und dasHeer,
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