Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
313
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Neunzehnter Abschnitt.313den wären. Klearchus führte zu seiner Rechtfertigungan, die Griechen hätten an diesem Feldzuge Theil ge-nommen, ohne den Feind zu kennen, gegen den siefechten sollten; sie wären frei von allen Verbindlichkei-ten, und hätten gar keine Absichten gegen den persischenKönig, woferne er sich ihrer Rükkehr nicht widersezte.Tiſſaphernes willigte dem Anſcheine nach in ihr Be-gehren, und versprach, daß sie mit allen nöthigen Le-bensmitteln auf ihrem Marsche versorgt werden soll-ten, und daß er selbst, damit sie desto unbesorgterseyn könnten, sie auf ihrer Reise begleiten wolle.Sie zogen wenige Tage darauf unter seiner Anfüh-rung ab. Indessen war Ariäus mit allen unter seinemBefehl gestandenen Truppen zu dem Artaxerxes überge-gangen, und die Griechen waren sich und ihrer Tapfer-keit allein überlassen. Tissaphernes, der nach der ge-trossenen Uebereinkunft das Heer der Griechen begleiten,und mit Lebensmitteln versehen sollte, vergrößerte dieSchwierigkeiten des Zuges, und führte das Heer zwi-schen die Sümpfe des Euphrats und des Tigris. DieGriechen lagerten immer in einer Entfernung voneiner Stunde von den Persern, aber oft entstandenThätlichkeiten zwischen den beiden Heeren, die endlichin offenbare Feindschaft auszuarten drohten.Nach einem langwierigen Marsch gelangten sie anden Fluß Zabatus. Hier beschloß Klearch mit seinenvorzüglichsten Befehlshabern eine Unterredung mit Tis-saphernes, bei welcher alle Mißhelligkeiten ausgeglichenwerden sollten. Der treulose Satrape, der den Grie-chen schon so viele Beweise seiner Falschheit gegebenhatte, willigte mit Vergnügen in diesen Vorschlag; erhatte beschlossen, das Heer der Griechen zu vernichten,indem er dasselbe seiner Anführer beraubte. Die Zu-sammenkunft ward auf den folgenden Tag bestimmt.Die-