312Geschichte der Griechen,Sonnenuntergang fort, da sie dann von den benach-barten Hügeln entdekten, daß der König ihnen nach-setze.Klearchus, der jezt die Anführung der Griechenübernahm, befahl seinen Truppen, Halt zu machen,und schikte sich zum Treffen an. Der König von Per-sien, durch den Schein einer so großen Unerschrocken-heit in Furcht gesetzt, schikte Herolde ab, nicht um siezur Uebergabe aufzufordern, sondern um ihnen Frie-dens= und Unterhandlungsvorschläge zu thun. AlsKlearchus von ihrer Ankunft benachrichtigt wurde, gaber den Befehl; sie warten zu heißen, und ihnen zusagen, daß er noch nicht Zeit habe, sie anzuhören.Er nahm mit Fleiß ein stolzes, hohes Betragen an,um seine Unerschrockenheit zu zeigen, und zu gleicherZeit ihnen den herrlichen Aufzug und guten Zustandseiner Phalanx sehen zu lassen. Als er endlich mitseinen glänzendsten Offizieren, die besonders zu dieserAbsicht ausgewählt waren, zu ihnen kam, und ihrenPortrag angehört hatte, gab er ihnen zur Antwort,daß er erst nothwendig ein Treffen liefern müsse, weilsein Heer, welchem es an Lebensmitteln fehle, keineZeit zu verlieren hätte. Nachdem die Herolde dieſeAntwort ihrem Herrn überbracht hatten, kamen sie al-sobald wieder zurük, welches bewieß, daß der König,oder wer in seinem Namen sprach, nicht sehr weit ent-fernt war. Sie sagten, daß sie Befehl hätten, sie inDörfer zu führen, wo sie Lebensmittel im Ueber-flusse finden würden, und führten sie demzufolge auchdahin.Nachdem sie sich drei Tage aufgehalten, kamTissaphernes aus dem Lager des Königs, und gab ih-nen zu verstehen, wie sehr sie ihm für die gutenDienſte, die er zu ihrer Erhaltung geleiſtet, verbun-den
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tah, 1.ein