319Geschichte der Griechen,mit den Griechen am Fuße des Hügels hielt, schikteden Lycias, einen Syrakuser, und noch einen andernhinauf, um zu sehen, was in der Ebene vorgieng. Siekehrten mit der Nachricht zurük, daß die Feinde allent-halben flöhen, und die ganze Armee sich zerstreue.Da die Nacht jezt einbrach, legten die Griechenihre Waffen nieder, um auszuruhen, voll Verwunde-rung, daß weder Cyrus nach Jemand von den Seini-gen erschien; sie bildeten sich ein, er sey entweder nochunter Verfolgung des Feindes begriffen, oder suche sichjezt eines wichtigen Orts zu bemächtigen, denn sie wuß-ten noch nichts von seinem Tode und der Niederlageseines Heeres. Sie beschlossen daher, in ihr Lager zu-rükzukehren, und fanden den größten Theil des Gepä-ckes von den Feinden weggenommen, nebst allen Lebens-mitteln, und vierhundert Wagen mit Getreide undVein beladen, welche Cyrus, auf den Fall einer drin-genden Noth, ausdrüklich für die Griechen mitgenom-men hatte. Die Nacht durchbrachten sie, größtentheilsohne einige Erfrischung zu sich zu nehmen, in dem La-ger hin, indem sie nicht zweifelten, daß Cyrus amLeben und siegreich sey.Den folgenden Morgen vernahmen sie endlich dietraurige Nachricht von der Niederlage und dem Todedes Cyrus. Sie schikten gleich Abgesandte an denAriäus, als jetzigen Oberbefehlshaber der Armee, undboten ihm als Sieger die persische Krone an. Unter-dessen schikte auch der König als Sieger an sie, undforderte sie auf, ihre Waffen auszuliefern und ihn umGnade anzuflehen, wobei er ihnen vorstellte, da sie sichjezt in dem Herzen seines Reichs befänden, von unge-heuern Flüssen und unzähligen Nationen umringt, sowürde es ihnen unmöglich seyn, seiner Rache zu ent-gehen, und es bleibe ihnen nichts übrig, als sich derNoth-
sagen
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