Neunzehnter Abschnitt.309Angriffe umzukehren, weil er merkte, daß er zu schwachsei, und verfügte sich zum Lager des Cyrus, wo erden König fand, welcher dasselbe bereits erobert hatte,aber vergeblich gegen die Verschanzung kämpfte, welchevon den Griechen, die zum Schutze ihres Gepäckes zu-rükgeblieben waren, vertheidigt wurde.Da die Griechen so wenig als Artaxerxes wuß-ten, was an dem andern Flügel vorgegangen war, soglaubten beide Theile, daß sie den Sieg erfochten hät-ten; die ersteren, weil sie den Feind in die Flucht ge-schlagen und verfolgt, und der König, weil er seinenBruder getödtet, seine Truppen geschlagen, und ihrLager geplündert hatte. Aber jezt klärte sich die Sa-che auf beiden Seiten auf. Tissaphernes meldete demKönige, daß die Griechen seinen linken Flügel geschla-gen, und ihm mit vieler Hitze nachsezten, und dieGriechen erfuhren nun auch, daß der König, indemer den linken Flügel des Cyrus verfolgte, in ihr La-ger gedrungen sey. Der König stellte auf diese Nach-richt seine Truppen wieder in Ordnung, und marschirteab, um den Feind aufzusuchen; und Klearchus, welcherjezt von der Verfolgung der Perser zurükkehrte, rükteheran, um dem Lager zu Hülfe zu kommen. Die Grie-chen ordneten sich schnell, um den Angriff abzuschlagen,den sie von der Abtheilung besorgten, die der Königpersönlich anführte. Sie stimmten abermal ihren Schlacht-gesang an, und traten dem Feinde mit festem Schrittentgegen. Aber die Barbaren ergriffen die Flucht nochschneller als vorher, und wurden bis an ein Dorf andem Fuße eines Hügels verfolgt, auf welchem ihreReiterei Halt machte. Hier sah man des Königs Stan-darte, einen goldenen Adler mit ausgebreiteten Flügeln,auf der Spitze einer Pike. Da die Griechen sich nunzum neuen Angriff bereiteten, so verließen die Feindeauch den Hügel in größter Unordnung. Klearchus, dermit
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