Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
308
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Geschichte der Griechen,308Throne von Persien durch den lezten Schlag zu erfül-len. Aber der König, gleich einem vom Jäger verwun-deten Löwen, wurde wüthender durch den Schmerz; erwarf sich dem Cyrus entgegen, und stieß mit seinemPferde mit ſolcher Heftigkeit auf das ſeinige, daß Cy-rus, welcher blindlings, ohne auf seine Person zu ach-ten, fortjagte, sich mitten in eine Wolke von Pfeilenwarf, die von allen Seiten her auf ihn abgeschossenwurden, und zugleich von dem Spieße des Königs ver-wundet wurde. Cyrus sank von vielen Pfeilen durch-bohrt todt im Handgemenge nieder; die Sage, daß ervon dem Sperre des Königs gefallen sey, ist ungewiß.Seine Freunde, die ihm zur Seite fochten, fielen ent-seelt um seinen Körper; ein gewisser Beweis, sagt Ke-nophon, daß er sich auf die Wahl seiner Freunde ver-stand, und wahrhaft von ihnen geliebt wurde. Ariäus,welcher der treueste seiner Anhänger hätte seyn sollen,ergriff mit dem linken Flügel des Heeres die Flucht,sobald er den Tod des Cyrus erfuhr.Artaxerxes, nachdem er seinem Bruder durch denMeſobades den Kopf und die rechte Hand hatte abhau-en lassen, verfolgte den Feind in sein Lager. Ariäusaber hielt hier nicht Stand, sondern, sezte seinen Rük-zug bis dahin fort, wo das Heer am vorigen Tage ge-lagert hatte.Tissaphernes, nachdem der größte Theil seines lin-ken Flügels von den Griechen geschlagen war, führtedas Uebrige gegen sie an, und drang an der Seite desFlusses durch das leichtbewaffnete Fußvolk der Griechen,die ihm mit Fleiß auswichen, und im Vorbeiziehen ih-re Pfeile und Wurfspieße auf ihn abschossen, ohne ei-nen Mann zu verlieren. Sie wurden von dem Epist.henes von Amphipolis, einem tapfern Befehlshaber, an-geführt. Tissaphernes gieng darauf weiter, ohne zumAn-

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