Geschichte der Griechen,306te. Der König versäumte es, ihm diesen Paß streitigzu machen, und ließ ihn ungehindert seinen Marschgegen Babylon fortſetzen.Cyrus übergab dem Klearchus den Oberbefehl desrechten Flügels der Griechen, dem Menon den deslinken, und rükte so in Schlachtordnung immer weiterfort, indem er stündlich erwartete, daß er würde schla-gen müssen. Endlich erblikte er seines Bruders Heer,das aus zwölfmalhunderttausend Mann bestand, aussereinem auserlesenen Korps von sechstausend Reitern;es kam ihm entgegen, und ordnete sich sogleich zumTreffen.Der Ort, wo dieses Treffen erfolgte, hieß Ky-naxa, und lag etwa fünf und zwanzig Meilen vonBabylon. Cyrus stieg zu Pferd, mit seinem Wurf-spieße in der Hand, und gab den Truppen Befehl,ihre Waffen bereit zu halten, und in Schlachtordnungvorzurücken. Die Feinde näherten sich unterdessenlangsam und in bester Ordnung. Artaxerres selbstführte sie regelmäßig, ohne Geräusch oder Verwirrungan. Diese gute Ordnung und genaue Kriegszucht sez-te die Griechen in große Verwunderung, weil sie er-warteten, daß sie nichts als Gepränge und Tumult beieiner so großen Menge sehen, und ein verwirrtes Ge-schrei hören würden, wie Cyrus ihnen voraus gesagthatte.Die Heere waren nun nicht über vier oder fünf-hundert Schritte von einander, als die Griechen denSchlachtgesang anstimmten, und erst ganz gemächlichund stillschweigend auf den Feind losmarschirten. So-bald sie ihm aber nahe waren; erhuben sie ein großesGeschrei, schlugen mit den Spießen auf die Schilde,um die Pferde scheu zu machen, und fielen dann aufein-
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Schlacht.