Geschichte der Griechen,304Entdeckung sich in der Gunst seines Königs höher zuschwingen glaubte, opferte willig den Alcibiades auf,als Lysander dessen Tod verlangte. Noch waren indem Innern von Persien die Rüstungen nicht vollen-det, als die griechischen Völker, angeführt von erprob-ten Befehlshabern, versammelt waren. Sie kanntenweder die Absicht noch die Ursache des Krieges; nurKlearch, dem Cyrus den Oberbefehl über dieses Heeranvertraut hatte, war in das Geheimniß eingeweiht.Das ganze Heer, mit dem der persische Prinz die Aus-führung seines Unternehmens begann, bestand in hun-derttausend Mann wohlgerüsteter Truppen, die er ausden ihm unterwürfigen Provinzen gezogen hatte, undaus den dreizehntausend Griechen, die die Blüthe sei-nes Heeres waren. Die asiatischen Truppen standenunter dem Befehl des Atiaus.Von Sardes, dem Wohnsitze des Cyrus, brachdas Heer gegen die östlichen Provinzen Persiens auf.In schnellen Tagmärschen durchzog dasselbe Lydien,Phrygien, Kappadozien, und die Cilicischen Gebirge.Zu Tarsus weigerten sich die Griechen, weiter zu zie-hen, indem sie mit Recht argwohnten, daß sie gegenden König bestimmt wären, und erklärten laut, daßsie auf diese Bedingung nicht Dienste genommen hät-ten. K searchus hatte seine ganze Geschiklichkeit undKlugheit nöthig, um diese Bewegungen in der Geburtzu ersticken. Anfangs wollte er Gewalt gebrauchen,aber er entsagte bald diesem Gedanken; er stellte sichsogar, als ob er ihnen beiträte, und schien ihr Ver-langen zu begünstigen. Durch diese listige Ausfluchtbesänftigte er die Griechen, die ihn jezt an den Cyrusabsandten, um die Absicht ihres Zuges zu erfahren.Cyrus, den Klearch insgeheim von allem benachrichtigthatte, gab ihnen zur Antwort, er sey Willens, sei-nen Feind Abrokomas anzugreifen, der sich zwölf Tag-märsche
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