Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
303
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Neunzehnter Abschnitt.303Bitte nicht, aber er ernannte den Cyrus zum erbli-chen Satrapen der Provinzen Lydien, Phrygien undKappadozien, eine Würde, die dieser mit den vor-züglichsten Naturgaben und mit seltenen Tugenden ge-schmükte Prinz schon in dem siebenzehnten Jahre seinesLebens mit einer in den Annalen des Orients einzigenGerechtigkeit und Weisheit bekleidete. Cyrus bereitetesich nach dem Tode seines Vaters in seine Statthal-terschaft zurükzukehren, als er von Tissaphernes, demSatrapen von Karien, des Hochverraths beschuldigtward. Er wurde verhaftet, und nur der mächtigeSchuz seiner Mutter konnte ihm das Leben und seineangeerbte Würde erhalten. Kaum war er in seineStatthalterschaft zurükgekehrt, als er sich in Geheimzur Ausführung seines Vorhabens rüstete. Er ver-sicherte sich zuerst des Beistandes von Sparta. Die-ser Staat verdankte der Unterstützung des Cyrus, dereinige Jahre hindurch die spartische Flotte besoldet hat-te, die errungene Oberherrschaft zur See und die Un-terjochung Athens; unter der Anführung des Cheiriso-phus wurden achthundert schwerbewaffnete Lacedämoni-er nach Asien gesandt, und die spartische Flotte er-hielt den Befehl, den Auftagen des persischen Prin-zen Folge zu leisten.Ausser dieser Mannschaft wurden mit Erlaubnißder Regierung von Sparta in den mit ihr verbunde-nen Staaten von Griechenland Truppen geworben,deren Anzahl sich über zehntausend schwerbewaffneteKrieger, und gegen dreitausend Bogenschützen undTartschenträger belief. Diese Rüstungen konnten inGriechenland nicht unbekannt bleiben; Alcibiades hattevon Pharnabazus eine Bedeckung verlangt, um dempersischen König die Nachricht von dem Vorhaben desCyrus zu überbringen; seine Absicht war einzig Rachegegen Sparta. Aber Pharnabazus, der durch dieseEnt-