Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
290
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Geschichte der Griechen,200schichte erzählt, mit geringem oder gar keinem Ver-luste ausgeführt, und in dem kurzen Zeitraume einerStunde einen Krieg geendigt zu haben, welcher be-reits sieben und zwanzig Jahre gedauert hatte, undohne ihn vielleicht noch länger gedauert haben würde.Er schikte unverzüglich Botschafter mit dieser angeneh-men Nachricht nach Sparta ab. (I. v. Chr. Geb.406.)Nachdem die dreitausend Athener, die den Pelo-ponnesern in diesem Treffen in die Hände fielen, zumTode und die bei weitem größere Anzahl der übrigenGefangenen zur Sklaverei verurtheilt waren, ließ Ly-sander den Philokles vor sich kommen, einen der athe-nischen Befehlshaber, welcher alle Gefangenen, die erauf zwei Galeeren, von Andros und von Korinth ge-macht, von dem Gipfel eines Felsen herabstürzen lassen,und vormals das Volk zu Athen beredet hatte, das Ge-sez zu machen, daß allen Kriegsgefangenen der Daumender rechten Hand abgehauen werden sollte, damit sienicht weiter im Stande wären, die Waffen und Ru-der zu führen, sondern blos am Ruder dienen könn-ten. Diesen fragte Lysander, was für ein Urtheil erwohl für den Vorschlag einer so grausamen Verord-gung verdiene? Philokles antwortete entschlossen:Kla-get ein Volk nicht wegen Verbrechen an, welches kei-vne Richter hat; aber da ihr Sieger seyd, so ge-braucht euer Recht, und thut an uns, wie wir anyeuch gethan haben mürden, wenn wir gesiegt hätten.Alle Gefangenen wurden niedergehauen, den einzigenAdimantus ausgenommen, der sich dem Gesetze derAthener wegen der Verstümmlung der Gefangenen wi-derſezt hatte.Als die Nachricht von der gänzlichen Niederlagedes Heeres und der Flotte durch des heilige Schiff,wel=