Geschichte der Griechen,233stiegen wären, sich nach Gefallen zu zerstreuen, unter-deß eine feindliche Flotte sie in den Augen hätte, wel-che gewohnt sey, die Befehle ihres Anführers mit au-genblicklichem Gehorsam und auf das erste Zeichen zuvollziehen. Er erbot sich auch, den Feind mit ei-nem starken Korps thrazischer Truppen zu Landeanzugreifen, und ihm zum Treffen zu zwingen. DieBefehlshaber, vornehmlich Tydeus und Menander, aufihren Rang eifersüchtig, begnügten sich nicht bloß, sei-ne Anerbietungen auszuschlagen, sie warfen ihm vielmehrseine Verweisung vor, und sagten ihm, die Befehls-haber der Athenischen Flotte würden sich nicht her-ablassen, von einem Landesflüchtigen Rath anzunehmen.Alcibiades entfernte sich. Am fünften Tage kamendie Athener wieder heran, und forderten ihre Gegnerzum Treffen heraus, worauf sie sich, ihrer Gewohn-heit gemäß, stolzer und hohnsprechender, als vorherzurükzogen. Lysander schikte ihnen, wie gewöhnlich,einige Boote nach, sie zu beobachten, mit dem Befehl,aufs schnellste umzukehren, sobald sie die Athener ge-landet sähen, und einen Schild an der Spitze jedesSchiffes auszuhängen, wenn sie die Mitte der Meerengeerreicht hätten. Er selbst fuhr in seiner Galeere vor dieLinie, und ermahnte die Steuerleute und Schiffshaupt-leute, die Schiffer und Soldaten in Bereitschaft zu hal-ten, um auf das erste Zeichen unter Seegel zu gehen.Sobald der Schild auf einem zurükkehrendenBoote erhoben wurde, gab das Admiralschiff durcheine Trompete das Zeichen, und die ganze Flottesegelte in Schlacht=Ordnung gegen die Athener. Zugleicher Zeit eilte die Landarmee auf die Spitzedes Vorgebirges, um das Treffen anzusehen. DieMeerenge, welche die beiden festen Länder in dieserGegend absondert, ist etwa fünfzehn Stadien, oderdrei Viertel einer Meile breit, diese geringe Entfer-nung
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