283Achtzehnter Abschnitt.lerkünste Lysanders verabscheute, mit Stolz, und ver-sagte die Zahlung des Soldes für die Flotte. Kalli-kraditas erhielt jedoch von den griechischen Städtenin Asien freiwillige Beiträge, durch die er im Standewar, die Forderungen der Seeleute zu befriedigen, undden Feldzug zu eröffnen.Den ersten Versuch machte er gegen Methymnain Lesbos, welches er durch Sturm eroberte. Konon,welchen die Athener zum Befehlshaber ihrer Flotte er-wählt hatten, konnte den Fall von Methymna nichtverhindern, er verlor vielmehr bei dem Versuch desEntsatzes dreißig seiner Schiffe von denen jedoch dieBemannung gerettet ward, und wurde von der aushundert und siebenzig Schiffen bestehenden Flotte derPeloponneser in dem Hafen von Mitylene eingeschlos-sen. Konon bemannte in dieser Verlegenheit zwei leichteSchiffe mit ausgesuchten Seeleuten, und sandte sie ab,um die Nachricht von seiner bedrängten Lage nach Athenzu bringen. Eines dieser Schiffe entgieng der Wach-samkeit des Feindes. Es wurden sogleich hundert undzehn Schiffe ausgerüstet, und dem Konon zu Hülfegesandt. Binnen dreisig Tagen war diese Rüstung zuStande; die Flotte ward auf ihrer Fahrt nach Lesbosdurch vierzig Schiffe von Samos verstärkt, und langtenun, hundert und fünfzig Schiffe stark, an den Fel-sen von Arginussae, Lesbos gegenüber, an. Kallikra-tidas ließ fünfzig seiner Schiffe unter dem Eteonikuszurük, um die Belagerung von Mytilene fortzusetzen,und gieng mit den übrigen hundert und zwanzig denAthenern entgegen. Sein Steuermann gab ihm denRath sich zurükzuziehen, denn der Feind sei ihm an Zahlüberlegen. Er gab ihm zur Antwort: es würde Spartadeswegen nicht an guten Bürgern fehlen, wenn er auch um-käme. Das Treffen dauerte lange und war sehr hart-näckig, bis endlich das Schiff des Kallikratidas ver-senkt
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