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1 (1821)
Entstehung
Seite
278
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273Geschichte der Griechen,Ohngeachtet dieser Triumphe war jedoch die wahreMacht der Athener gelähmt; die Stärke des Staatswar dahin, und selbst ihre Liebe für die Freiheit hatte sichjezt in der allgemeinen Verderbniß der Zeiten verloren.Viele aus dem geringen Volke wünſchten nichts eifriger,als daß Alcibiades die Oberherrschaft übernehmen möch-te, ja sie baten ihn sogar, alle Gewalt in seiner Per-son zu vereinigen, und sich dadurch über die Angriffedes Neides hinauszusetzen. Alcibiades that jedoch öf-fentlich keinen Schritt, sich der Herrschaft zu bemäch-tigen. Die Vornehmen indessen waren nicht so aus-schweifend in ihrer Dankbarkeit, sie begnügten sich, ihnzum Oberfeldherrn des Staates zu ernennen, und er-laubten ihm, sich jene Anführer zu wählen, die er fürdie tüchtigsten zu Gehülfen seiner künftigen Unterneh-mungen erkannte. Es wurden hundert Galeeren aus-gerüstet, und neuerdings fünfzehnhundert Mann Fuß-volk nebst hundert und fünfzig Reitern ausgehoben,um das Heer zu verstärken.Während dieser Vorbereitungen trat das Fest derCeres zu Eleusis ein. Dieses Fest wurde von denAthenern durch eine Wallfahrt zu dem Tempel der wohl-thätigen Göttin gefeiert, die zuerst den Griechen dieKunst des Ackerbaues gelehrt hatte. Ausser dieser un-schäzbaren Wohlthat hatte die Göttin die Gastfreund-schaft des Eumolpus und Keryx, von welchen sie aufihrer Reise durch Attica freundlich aufgenommen war,durch die Verkündung jener Gebräuche belohnt, die un-ter dem Namen der eleusischen Geheimnisse eine langeReihe von Jahrhunderten bei den Griechen im höchstenAnsehen stunden, und erst zu der Zeit ihre Würde ver-loren, als unter der Regierung des Kaisers Theodosiusalle Ueberreste der Grbräuche des heidnischen Gottes-dienstes vertilgt wurden. Die Forscher des Alterthumssind darüber einig, daß in den Geheimnissen zu Eleu-