277Achtzehnter Abschnitt.Treffen, und die Athener erhielten noch einmal durchdie Tapferkeit des Alcibiades die Oberherrschaft zurSee.Alcibiades verstand die Kunst, den erfochtenenSieg zu benutzen; er eroberte an der Spitze seiner Trup-pen verschiedene von den Athenern abgefallene Städte,unter denen sich Chalcedon, Selymbria und Byzanz be-fanden. Voll Stolz auf diese Vortheile schien er nichtseifriger zu wünschen, als sich nun seinen Landsleuten zuzeigen, seinen Freunden zum Triumph, und seinenFeinden zum Hohn. Er segelte demnach, seiner Zu-rükberufung zufolge, geradeswegs nach Athen. Ausserden Schiffen, welche mit Schilden und Beute vonaller Art, wie Trophäen, behangen waren, ward er voneiner großen Anzahl von Frachtschiffen wie im Triumphbegleitet; zugleich stellte er die Kriegszeichen und Zier-rathen der verbrannten und zertrümmerten Schiffezur Schau, deren mehr, als zweihundert waren. DieGeschichtschreiber sagen, als er, bei seiner Annäherungim Hafen, überlegte, was man vormals gegen ihn ge-than, sei er in Furcht gerathen, und habe sich gescheu-et, das Schiff zu verlassen, bis er von dem Verdeckeeine große Menge seiner Freunde und Verwandten ge-sehen, welche zu seinem Empfang an die Küste gekom-men waren, und ihn inständig baten, ans Land zu stei-gen. Sobald er gelandet war, heftete die Menge desVolkes, die ihm entgegen gegangen war, die Augenauf ihn, drängte sich um ihn her, und begrüßte ihn mitBlumenkränzen. Er nahm ihre Bewillkommungen undGlükwünsche mit großem Vergnügen an; er bat, daßman das vormals über ihn gefällte Todesurtheil zurük-nehmen, und ihn durch die Priester von allen wider ihnausgesprochenen Verfluchungen lossprechen möchte, wel-ches sogleich geschah.Ohn-
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