Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
276
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Geschichte der Griechen,276sezten, lenkte er mit äusserster Geschwindigkeit seinenLauf dahin, um ihnen beizustehen, und kam zumGlücke mit seinen achtzehn Schiffen an, als eben dieFlotten bei Abydus in einem Gefechte begriffen waren,welches ohne Vortheil von beiden Seiten bis an denAbend fortdauerte. Seine Ankunft gab den Spar-tern, die ihn noch für ihren Freund hielten, neuenMuth. Aber Alcibiades stekte gleich die athenischeFlagge aus, griff sie an, und schlug sie in die Flucht.Angefeuert durch dieses Glük, sezte er ihnen nach, ver-senkte ihre Schiffe, und richtete ein großes Blutbadunter den Kriegern an, die sich in die See geworfenhatten, um sich durch Schwimmen zu retten. Nach-dem die Athener dreisig Galeeren gefangen genommen,und ihre eigenen wieder erobert hatten, errichteten sieein Siegeszeichen.Alcibiades machte nach diesem Siege dem Tissa-phernes einen Besuch, welcher aber so weit entferntwar, ihn seiner Erwartung gemäß zu empfangen, daßer ihn augenbliklich in Verhaft nehmen ließ, und alsGefangenen nach Sardis schikte, wobei er als Ursacheanführte, daß er von seinem Könige Befehl erhalten,die Athener zu bekriegen. Die wahre Ursache aberwar, weil er befürchtete, von den Peloponnesern beiseinem Herrn verklagt zu werden, und sich durch dieseungerechte Handlung von allen vorigen Beschuldigun-gen rein zu machen suchte. Alcibiades entwischte drei-ßig Tage darauf nach Klazomenä, und griff bald nach-her die peloponnesische Flotte an, die vor dem Hafenvon Cyzikus vor Anker lag. Mit zwanzig seinerSchiffe durchbrach er die feindliche Flotte, verfolgtediejenigen, die von ihren Schiffen aufs Land flohen,und richtete eine große Niederlage an. Die Athenereroberten die ganze Flotte der Peloponneser. Min-darus, der Oberbefehlshaber derselben, blieb in demTref