Achtzehnter Abschnitt.275Attica durch die Befestigung von Decelig in der Gewaltder Feinde war, seine Lebensbedürfnisse erhielt, zum Ab-fall von der Herrschaft Athens zu verleiten. Eineathenische Flotte von sechs und dreisig Galeeren liefunverzüglich aus dem Piraeus, um diese wichtige In-sel im Gehorsam zu erhalten; aber als die Mannschaftum Lebensmittel zu schaffen, großentheils gelan-det hatte, ward die Flotte von den Spartern beiEretria angegriffen, und mit großem Verlust geschla-gen. Die Mannschaft, die sich durch Schwimmenan das Ufer gerettet hatte, wurde von den Eretriernniedergehauen, denn die ganze Insel Euboea, mitAusnahme der Stadt Oreus, war von den Athenerndurch die Erscheinung der peloponnesischen Flotte ab-gefallen.Dieser unglükliche Vorfall gab der Gewalt derVierhundert den lezten Stoß. Die Athener entseztensie unverzüglich ihrer Würde, als Urheber aller Un-ruhen und Trennungen, unter denen sie seufzten. Diedemokratische Verfassung ward wieder hergestellt, unddie Tyrannen Landesflüchtig (J. v. Chr. Geb. 411.)Alcibiades ward mit einmüthiger Bewilligung zurükge-rufen, und dringend gebeten, in möglichster Eile derStadt zu Hülfe zu kommen. Aber Alcibiades zöger-te; es sollte nicht scheinen, als hätte er seine Zurük-berufung blos dem Mitleid und der Gunst des Vol-kes zu danken. Aufgefordert durch seinen Stolz woll-te er nicht anders als im Triumphe und mit größtemGlanze in Athen einziehen, aber seine Rükkehr erstdurch irgend eine wichtige That verdienen. In dieserAbsicht verließ er Samos mit einer kleinen Anzahlvon Schiffen, kreuzte um die Inseln Cos und Cni-dus, und als er erfahren hatte, daß Mindarus, derspartische Befehlshaber, mit seiner Flotte nach demHellespont gesegelt sey, und daß die Athener ihm nach-S 2sei-
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