Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
274
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Geschichte der Griechen,274sönlicher Freund, bald in den Stand setzen, die ver-lorne Größe ihres Staates herzustellen, und die Herr-schaft der Vierhundert zu stürzen. Aber er mißbillig-te den Vorschlag, nach Athen zu segeln, und begabsich wieder zu dem Tissaphernes, in der Absicht, die-sen mächtigen Satrapen durch die Würde, die er jeztbekleidete, sich geneigter zu machen, und so wie er denAthenern viel von seinem Einfluß auf den damalsmit Sparta in Verbindung stehenden Satrapen vorge-spiegelt hatte, suchte er diesem Besorgnisse für dieZukunft zu erwecken. Während seiner Abwesenheitsandten die Vierhundert eine zweite Bothschaft an dasHeer nach Samos, aber sie wurde nicht gehört; dieKrieger waren so erbittert, daß sie die Hinrich-tung der Abgesandten forderten, und sogleich nachdem Piraeus segeln wollten. Aber Alcibiades,der besorgt war, die sämmtlichen Besitzungen derAthener der Willkühr einer feindlichen Flotte Preis zugeben, widersezte sich diesem Entschluß, und rettetedadurch offenbar den Staat. Er schikte die Gesandtennach Athen mit dem Auftrag an die Vierhundert zu-rück, sie möchten ihre gesezwidrige Macht niederlegenund die alte Verfassung wieder einführen.Diese Nachricht vermehrte die Unruhen und den Par-theigeist zu Athen auf einen so hohen Grad, daß dieVierhundert mehr darauf bedacht waren, für ihre Si-cherheit zu sorgen, als den Krieg fortzusetzen. Siebefestigten denjenigen Theil des Piraeus, welcher dieMündung des Hafens beherrschte, und waren entschlos-sen, im Falle der Noth lieber die Stadt den Feindenzu übergeben, als sich selbst der Wuth ihrer Mitbür-ger auszusetzen. Die Sparter nahmen von diesen Un-ruhen Gelegenheit, mit zwei und vierzig Galeeren, un-ter Anführung des Hegesandridas, die Bewohner derInsel Euboea, von der Athen, seitdem das Gebiet vonAttica