Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
273
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Achtzehnter Abschnitt.273Versammlung des Volks auseinander, giengen daraufmit Dolchen bewaffnet, und mit einer Wache von hun-dert und zwanzig jungen Leuten versehen, in den Rath,und entsezten die Senatoren ihrer Würde, nachdem sieihnen ihre Besoldung ausgezahlt hatten. Hierauf er-wählten sie, unter Beobachtung der bei solchen Gele-genheiten üblichen Gebräuche, neue Magistratspersonenaus ihrem eigenen Mittel. Sie fanden nicht für gut,die Verbannten zurükzurufen, um nicht durch ein sol-ches Beispiel den Alcibiades zur Rükkehr zu berechti-gen, dessen unbändigen Geist sie fürchteten, und vor-aussahen, daß er sich bald des Volks bemeistern wür-de. Sie mißbrauchten übrigens ihre Gewalt auf einetyrannische Art, indem si viele hinrichteten, andereverbannten, und ihre Güter einzogen. Alle, die eswagten, sich dieser Veränderung zu widersetzen, odersich nur darüber zu beklagen, wurden unter manchenfalschen Vorwänden ermordet, und dadurch jeder ab-geschrekt, die Mörder zur Verantwortung zu ziehen.Bald nach dieser Anordnung schikten die Vierhun-dert eine Botschaft nach Samos, um das Heer zurGenehmigung ihrer Staatseinrichtung zu bewegen.Allein sie fanden sich hier in ihrer Erwartung betro-gen. Ihr Betragen hatte die Unzufriedenheit des Hee-res im höchsten Grade erregt; auf den Vorschlag desThrasybulus wurde Alcibiades zurükberufen, und ihmder Oberbefehl übertragen. Man beschloß, unverzüg-lich nach dem Piraeus zu segeln, und die verhaßteHerrschaft der Vierhundert zu vertilgen. Alcibiadeslebte damals in Magnesia. Thrasybulus reiste selbstdahin, und brachte den berühmten Flüchtling nachvierjähriger Verbannung nach Samos, in die Mitteseiner Landsleute zurük. Er begann seine Rede mitKlagen über seine unverdiente Verweisung, und versi-cherte das Heer, Tissaphernes würde sie, als sein per-sön=