Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
269
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200Achtzehnter Abschnitt.Dieses war das unglükliche Ende eines ungerech-des Angriffes, dessen Folgen zerstörend für die Machtwaren, die ihn aus Leichtsinn und Herrschsucht unter-nommen, und im Gefühle ihres Stolzes gegen denRath ihrer weisesten Bürger fortgesezt hatte. Wir ha-ben bisher gesehen, wie Athen durch Künste und Waf-fen empor gestiegen, wie es allen Nationen umher inVerfeinerung, Menschlichkeit, Philosophie und Kriegs-kunst Unterricht gegeben, und angefangen, ein Reichzu gründen, das, wenn es einmal festgestanden, keinebenachbarte Macht zu überwältigen vermocht habenwürde. Aber sein Ehrgeiz wuchs schneller auf, alsseine Kräfte, und da sich seine Absichten weiter hinauserstrekten, als seine Macht zu vollziehen vermochte,stürzte es auf einmal von der Höhe herab, nach wel-cher es Jahrhunderte hindurch so emsig gestrebt hatte.Jezt wird sich ein ganz anderes Gemälde uns darstellen:wir werden diesen kleinen Staat nicht länger nach Erobe-rungen über andere Nationen trachten, sondern sich selbstzu Hause ängstlich vertheidigen sehen; Athen wird nichtlänger in den Rathsversammlungen Griechenlands denVorsiz haben, und seine verbundene Heere anführen,es wird jezt gewissermassen zu Nichts herabsinken, undvor den Augen des Geschichtsforschers dahin welken;andere Nationen, deren Name bisher kaum erwähnt ist,werden sich dagegen aus der Dunkelheit emporheben.Die übereilte Unbesonnenheit dieses Unternehmens warjezt aufs strengste bestraft, durch den Verlust ihrer be-sten Heerführer, Flotten und Kriegsheere; Alles warjezt vertilgt, oder der Willkühr derer überlassen, diesie so sehr zur Unzeit ihrer Herrschaft zu unterwerfengesucht hatten.Die erste und natürlichste Folge dieses Unfallswar die Verstärkung des peloponnesischen BundesSyrakus, nicht zufrieden mit der Vertilgung des athe-niſchen