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1 (1821)
Entstehung
Seite
263
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265Achtzehnter Abschnitt.er ihnen dann so viele Athener zu Geiseln übergebenwolle, als er Talente zu bezahlen haben würde. DieFeinde verwarfen diesen Vorschlag mit Verachtungund Uebermuth, und erneuerten ihren Angriff vonallen Seiten. Nicias, wiewohl er an allem Mangellitt, hielt dennoch die ganze Nacht hindurch den An-griff aus, und zog sich unterdeß gegen den Fluß Asina-rus fort. Als die Athener das Ufer erreicht hatten,trieben die Syrakuser, die ihnen immer auf den Fer-sen waren, die meisten von ihnen in den Strom, vielestürzten in das Wasser, ihren brennenden Durst zulöschen. Hier entstand ein schrekliches Blutbad. DieSyrakuser, Lie auf dem entgegengesezten Ufer stan-den, schossen die Unglüklichen in dem Flusse mit Pfei-len todt; sie selbst kehrten ihre Waffen gegen einan-der, und bald schwoll der mit Blut vermischte Stromvon den Leichen der Athener. Nicias, der nun allesverloren sah, und nicht fähig war, den Anblik diesesschreklichen Schauspiels zu ertragen, ergab sich aufdie Bedingung, daß Gylippus dem Blutvergießen einEnde machen, und des noch übrigen Theils seiner Ar-mee schonen möchte. Eine große Menge wurde beidieser Gelegenheit getödtet, noch mehrere aber zu Ge-fangenen gemacht, die man durch ganz Sicilien ver-theilte. Die Machthaber zu Athen waren unzufriedenmit Nicias, daß er sich auf solche Bedingnisse ergab,und ließen seinen Namen auf dem öffentlichen Denk-mal weg, auf welchem die Namen aller Heerführereingegraben wären, die im Kampfe für ihr Vaterlandgefallen waren.Die Sieger schmükten die schönsten und größtenBäume, die sie an den Ufern der Flüsse fanden, mitden Waffen der Gefangenen, und errichteten auf dieseArt ihre Siegesmäler. Sich selbst krönten sie mitBlumenkränzen, behiengen ihre Pferde mit den reichstenDecken,