261Achtzehnter Abschnitt.und muthigen Rükzug, welcher jezt ihr einziges Ret-tungsmittel sey, würden sie nicht nur sich selbst, sondernauch ihr Vaterland erhalten, und es in Stand setzen, sichzu seiner vorigen Größe wieder aufzuschwingen.Das Heer zog in zwei Abtheilungen, beide inForm eines Phalanx, die erste vom Nicias, und diezweite von Demosthenes angeführt, mit dem Gepäckein der Mitte. Als sie an den Fluß Anapus kamen,schlugen sie sich durch die Feinde und giengen hinüber;die Syrakuser aber waren ihnen beständig mit derReiterei zur Seite, und sprengten auf sie ein, unterdeß die leichten Truppen sie mit ihren Pfeilen beun-ruhigten. So ward ihnen verschiedene Tage hinterein-ander auf ihrem Marsche zugesezt, alle Pässe waren be-sezt und die Athener genöthigt, jeden Fußbreit ihresWeges zu erkämpfen. Die Feinde hatten nicht Lustein Treffen gegen das Heer zu wagen, welches Ver-zweiflung unüberwindlich machen konnte; sobald dieAthener ihnen ein Treffen anboten, zogen sie sich zurück;als aber die Athener sich wieder in Bewegung sez.ten, näherten sie sich wieder, und griffen sie wie vor-her an..Bei diesem elenden Zustande der Truppen, die fastganz von Lebensmitteln entblößt und größtentheils ver-wundet waren, hielten Demosthenes und Nicias es fürrathsam, sich durch einen ganz andern Weg, als densie bis jezt eingeschlagen hatten, an die Seeküste zuziehen, und sich geradeswegs nach Camarina und Gelazu wenden, statt, wie sie anfangs willens waren, nachCatana zu ziehen. Sie brachen nun in der Nacht auf,nachdem sie viele Feuer angezündet hatten. Der Rük-zug geschah in großer Verwirrung und Unordnung,wie es gemeiniglich großen Armeen in dem Dunkelder Nacht zu ergehen pflegt, vornehmlich wenn derFeind
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