Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
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252
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Geschichte der Griechen,252Alles gerieth jezt in Verwirrung; es war unmöglich, sichin dem matten Lichte des Mondes zu erkennen, denn ob-schon die Nacht nicht so dunkel war, daß man nichtshätte unterscheiden können, so konnte man doch indem trüglichen Schimmer nichts mit Bestimmtheit er-kennen. Vergeblich suchten die Athener sich durch ihrLosungswort zu versammeln; der laute Ruf desselbenhatte die Syrakuser damit bekannt gemacht, und die-ser Umstand vermehrte die Verwirrung des bereits inUnordnung gerathenen Heeres. Mit der Lage desGebirgs unbekannt, auf welchem die Schlacht gelie-fert wurde, stürzten viele über die Felsen herab, undzerschmetterten sich im Fallen, andere warfen ihreWaffen weg, und suchten die Ebene zu erreichen, abersie verfehlten den Weg zum Lager, und wurden beiangebrochenem Tage von der syrakusischen Reiterei nie-dergehauen oder gefangen. Die Athener verloren indieser Schlacht über zweitausend Mann, und Demost-henes rieth jezt, ein Land zu verlassen, wo ihre Un-ternehmungen keinen weitern Erfolg hoffen ließen.Aber Nicias widersezte sich diesem Vorschlag; ohnebestimmten Befehl zur Rükkehr dürfe man Siziliennicht verlassen, und jene, die jezt zum Rükzug riethen,würden wahrscheinlich die ersten seyn, die gegen dieAnführer zu Hause Klage erheben, und ihre Bestra-fung fordern würden. Nicias zählte auf seine Verständ-nisse in Syrakus, und hoffte, da ihm die Erschöpfungdes Schatzes der Stadt bekannt war, noch immer aufihre Unterwerfung. Als aber der thätige Gylippusneue Verstärkungen aus den benachbarten Städten Si-ziliens, die nach der lezten Schlacht beinahe sämmtlichvon den Athenern abgefallen waren, nach Syrakusbrachte; als eine peloponnesische Flotte in dem Hafeneingelaufen war, und als Krankheiten, die Folge eineslange auf demselben Platze stehenden Lagers, unterdem Heere sich verbreiteten, widersezte sich Niciasnicht