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1 (1821)
Entstehung
Seite
250
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Geschichte der Griechen,250wegenen Entschluß des Demosthenes, und beschwor ihn,Alles reiflich zu überlegen, damit er nicht nachher Ur-sache haben möchte, sein Verfahren zu bereuen. Erstellte ihm vor, daß man die Feinde durch Verzöge-rung zu Grunde richten könnte, denn es fehle ihnenschon an Lebensmitteln, und an Gelde; ihre Bundesge-nossen wären im Begriffe, sie zu verlassen; sie müßtennothwendig bald durch Mangel an Lebensmitteln insolche Noth gerathen, daß sie sich genöthigt sehen wür-den, sich zu ergeben, wie sie schon vorher willens ge-wesen wären. Es gab wirklich gewisse Leute in Sy-rakus, die einen geheimen Briefwechsel mit dem Ni-cias unterhielten, und ihn ermahnten, nicht ungeduldigzu werden, weil die Syrakuser nicht nur des Krieges,sondern auch des Gylippus müde wären, und wenndie Noth, worin sie sich befänden, nur im Geringstenzunähme, sich gewiß ergeben würden.Da Nicias sich nicht ganz deutlich heraus ließ,und nicht ausdrüklich erklären wollte, daß er von al-lem, was in der Stadt vorgieng, sichere und zuver-läßige Nachricht hatte, so hielt man seine Vorstellun-gen für Wirkungen der Furcht und Bedächtlichkeit, dieman ihm immer vorgeworfen hatte. Das sind, sagteman, seine gewöhnlichen Verzögerungen, seine Auf-schübe, seine Bedenklichkeiten, seine mißtrauischen Behut-samkeiten, wodurch er alle Lebhaftigkeit tödtet, allenMuth der Truppen niederschlägt, nie gerade auf denFeind losgeht, sondern immer so lange den Angriffverschiebt, bis seine Kräfte erst geschwächt und ver-ächtlich geworden. Da die meisten Befehlshaber demAntrag des Demosthenes Beifall gaben, so sah sichendlich Nicias gezwungen, nachzugeben. Die Wieder-eroberung der Anhöhen von Epipolae schien dem An-griff auf die Stadt vorangehen zu müssen. Demost-henes, nachdem er einige vergebliche Bemühungen ge-gen

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