Achtzehnter Abschnitt.)249spielten Betrugs ward er freundschaftlich aufgenommen,und hier war es, wo er den Spartern, die währenddem Laufe des peloponnesischen Krieges nur im Sommerin Attica einfielen, und im Winter wieder nach Hausezogen, den für sein Vaterland so verderblichen Rath gab,die Stadt Decelia zu befestigen; diese Stadt lag auf derHälfte des Weges zwischen Athen und dem mit Spartadamals verbündeten Theben; sie gewährte den Sparterneinen festen Punkt im Winter; die Besatzung konnte, un-terstüzt von dem nahen Theben, ohne Verlust bis an dieThore von Athen Streifzüge vornehmen, und das gan-ze Gebiet von Attica beunruhigen. Wie konnten nundie Syrakuser hoffen, jemals die Beharrlichkeit der Athe-ner zu ermüden, die jezt, ungeachtet mitten in Atticaein verschanztes Lager stand, doch im Stande waren,ein neues Herr, eben so ansehnlich als das vorige, nachSizilien abzuschicken; ihre Macht sowohl als ihr Muthschienen, alles erlittenen Verlustes ungeachtet, statt sichzu vermindern, täglich zu wachsen.Demösthenes hatte sich kaum von dem Zustand dersich in dem Kampfe messenden Kräfte in Kenntniß gesezt,als er den Fehler des Nicias zu vermeiden beschloß, derden Muth seines Heeres durch den langen Aufenthalt zuCatana und Naxos gelähmt, und hierdurch dem FeindeZeit gelassen hatte, sich in Vertheidigungsstand zu setzen.Er schmeichelte sich mit der Hoffnung, daß er die Stadtbeim ersten Angriffe erobern würde, da alles über die er-ste Nachricht seiner Ankunft in Bestürzung wäre, und sogedachte er dem Kriege auf einmal ein Ende zu machen:im widrigen Falle aber wollte er die Belagerung aufhe-ben, um theils die Truppen nicht länger durch Ge-fechte, die nichts entschieden, zu plagen und aufzureiben,theils die Stadt Athen durch vergebliche Verschwendungihrer Schätze nicht ganz zu erschöpfen.Nicias erschrak über diesen gefährlichen und ver-we-
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