247Achtzehnter Abschnitt.Nicias gab unwillig diesen Gründen nach, und eswurde beschlossen, ein Treffen zu liefern. Die, Athe-ner hatten fünf und siebenzig Galeeren, und die Sy-.rakuser achtzig.Der erste Tag gieng indessen größtentheils damithin, daß sie bald vorwärts rükten, bald sich zurük-zogen, und einander mit Vortheil beizukommen such-ten, ohne daß es weiter als zu einigen kleinen Ge-fechten kam; worauf die beiden Flotten vor Ankergiengen, und die Landvölker sich ebenfalls von derMauer zurükzogen. Den Tag darauf hielten die Sy-rakuser sich ganz stille. Nicias suchte sich diese Unthä-tigkeit zu Nutze zu machen, und lies die Transport-schiffe in einer geraden Linie nicht weit von einanderaufstellen, damit seine Galeeren hinter denselben einensichern Zufluchtsort hätten, im Falle sie zurükgeschla-gen würden. Den folgenden Morgen machten dieSyrakuser früher als gewöhnlich einen Versuch aufdie Athener, brachten aber wieder einen großen Theildes Tages blos mit kleinen Gefechten hin, und zogensich darauf zurük. Die Athener, welche sich einbilde-ten, daß sie aus Furcht geflohen, und daher nichtwiederkommen würden, begaben sich ans Land. Alleindie Syrakuser, welche unterdeß Speise zu sich genom-men hatten, kehrten plözlich zurük, und griffen dieAthener unvermuthet an. Diese sahen sich jezt genö-thigt, in größter Eile ihre Schiffe zu besteigen, undgegen den andringenden Feind vorzurücken. Die Sy-rakuser griffen muthig an; die Athener hatten nicht Zeit ihreSchlachtlinie zu ordnen, und der Sieg blieb nicht langezweifelhaft. Nach kurzem Widerstand zogen sich dieAthener hinter die Transportschiffe, zurük. Die Fein-de verfolgten sie dahin, wurden aber durch die Del-phinen, mit welchen die Schiffe versehen waren, aufgehalten. Dies waren große an Stangen befestigteKlum-
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