245Achtzehnter Abschnitt.eine Parthei sich hineinzuschlagen, die andere aber sieabzuwehren ſuchte.Da die Besatzung von Plemmyrium unvorsichtige. Posten verlassen hatte, um dem Seetreffen zuzu-ſehen, ſo griff Gylippus die Verſchanzungen unvermuthet bei Tagesanbruch an, und nachdem er die betracht-lichste derselben durch Sturm erobert hatte, geriethendie Soldaten, welche die beiden andern vertheidigten,ſo ſehr in Schrecken, daß ſie augenbliklich die Fluchtergriffen. Dieser Sieg, durch den die Syrakuser einesehr beträchtliche Menge von Lebensmitteln und Kriegs-geräthschaften, nebst einer großen Summe Geldes er-beuteten, konnte sie für den Verlust entschädigen, densie bei ihrem ersten Versuch zur See litten. Es wa-ren nämlich eilf ihrer Galeeren von den Athenern ver-senkt, und die Mannschaft getödtet worden, drei fie-len in die Hände der Feinde, die aber auch ihrerseitsdrei Schiffe verloren. Nachdem die Athener dieTrümmer der zerstörten Schiffe ans Land gezogen hat-ten, errichteten sie auf einer kleinen Insel, Plemmy-rium gegenüber, ein Siegeszeichen, und zogen dannwieder in ihr Lager..###Die Syrakuser, weit entfernt, sich durch diesenersten Verlust abschrecken zu lassen, beschlossen viel-mehr, ein zweites Treffen sowohl zur See als zuLande zu versuchen, ehe die Flotte nebst den andernUnterstützungen, welche die Athener abgeschikt hatten,ankäme. Durch die Fehler, die sie in dem leztenSeetreffen begangen, belehrt, suchten sie jezt bessereEinrichtungen zu treffen. Sie machten die Vorder-theile ihrer Galeeren kürzer, zugleich aber stärker undfester, als vorher. Zu diesem Ende befestigten sie anjeder Seite der Vordertheile Sturmbalken, und ver-handen diese zu mehrerer Befestigung und Stützedurch.
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