245Achtzehnter Abschnitt.den Athenern folgende niederschlagende Nachricht: „Die„Feinde wären ihm jezt so sehr überlegen, daß er„nicht im Stande sey, etwas gegen ihre Verschanzun-ogen auszurichten, und anstatt sie wie vorher zu be-„lagern, werde er jezt selbst belagert; die Städte„fielen von ihm ab, die Sklaven und Miethlinge gien-gen zum Feinde über; seine Truppen seyen blos mit„Bewachung der Schanzen und Zufuhr der Lebens-»mittel beſchäftigt, und bei dieſem leztern Geſchäfte„würden viele derselben von der feindlichen Reitereioniedergehauen. Die Flotte befände sich in einem so„schlechten Zustande als die Armee, und ohne eine„schleunige Verstärkung von Truppen, Schiffen und„Gelde, die aber eben so ansehnlich seyn müsse, alsdie erste Ausrüstung, sey es vergebens, fernere Ver-„suche zu wagen. Dann beklagte er sich, daß er an»heftigen Schmerzen vom Nierenstein krank liege, folg-„lich unfähig sei, den Oberbefehl ferner zu führen, und»drang auf seine Zurükberufung.“ — Dieser Briefwirkte so sehr auf die Athener, daß sie den Eurymed onund Demosthenes bestimmten, frische Truppen hinüber zubringen; der Erstere sollte unverzüglich mit zehn Ga-leeren der Leztere aber gleich zu Anfang des Frühlingsmit einer stärkern Macht abgehen. Zu gleicher Zeit er-nannten sie den Menander und Eudemus zu Gehülfendes Nicias, schlugen diesem aber seine Bitte um Zurük-berufung ab.Unterdeß kam Gylippus, welcher eine Reise durchSizilien gemacht hatte, mit so vielen Truppen zurük,als er in der ganzen Insel aufbringen konnte, und be-redete die Syrakuser, eine so starke Flotte auszurüsten,als irgend in ihrem Vermögen stünde, um ein Treffenzur See zu wagen, auf die Voraussetzung, daß ihrGlük der Größe des Unternehmens entsprechen würde.Dieser Rath wurde von dem Hermokrates aufs stärk-steQ 2
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