Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
242
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Geschichte der Griechen,242Veränderung der Schlachtordnung. Die Syrakuserhatten auf den Rath des Hermokrates der damals dieöffentlichen Angelegenheiten dieser Stadt leitete, gleichbei dem Anfang der Belagerung eine Verschanzungbegonnen, die die Linien der Belagerer quer durch-schnitt, und sie verhindern sollte, die Verbindung derStadt mit der Landseite abzuschneiden. In der folgen-den Nacht führten die Sieger ihre Mauer über dieLinien der Athener hinaus, und beraubten sie dadurchaller Hoffnung, die Stadt jemals einschließen zu kön-nen. Nicias hatte sich seit dem lezten Gefecht immervertheidigend verhalten; da er täglich mehr Grundund selbst die vortheilhafte Stellung von Epipolaeverlor, zog er sich an die See zurük, um diese aufalle Fälle offen zu haben, und nicht so leicht an Le-bensmitteln Mangel zu leiden. Zu diesem Ende be-sezte er das Vorgebirg Plemmyrium, welches sich weitin den großen Hafen erstrekte. Hier legte er mehrereSchanzen an, allein seine Stellung hatte das Unbe-queme, daß man das nothwendige Holz und Trinkwas-ser aus der Ferne herbeischaffen mußte, wobei durchdie feindliche Reiterei viele Mannschaft niedergehauenoder gefangen wurde. Gylippus hatte durch seineglüklichen Fortschritte die meisten Städte Siziliens,die noch keiner Parthei gefolgt waren, zum Beistandvon Syrakus bewogen; hierdurch wurde die Zufuhrder Lebensmittel verhindert, und die Armee des Ni-cias begann bereits Mangel zu leiden. Ueberdies kameine kleine Flotte von Korinth an, und die Syrakuserbauten Galeeren, um die Athener auch zur See zubekämpfen, denn obschon die Flotte des Nicias keinenGegner hatte, so war sie doch nicht im Stande, beideHäfen von Syrakus zu sperren, und der Stadt dieVerbindung mit dem Meere abzuschneiden. So ver-floß das zweite Jahr des Krieges in Sizilien. Nicias,der sich in einer sehr bedrängten Lage befand, gabden