Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
236
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236Geschichte der Griechen,sem Verbrechen selbst verhaftet war, der That beschul-digt. Die Angeklagten, die sich nicht durch die Fluchtretteten, wurden sämmtlich hingerichtet; auch dem Al-cibiades war dieses Loos bestimmt; die SalaminischeGaleere ward nach Sicilien abgesandt, um ihn undmehrere seiner Freunde zu verhaften und nach Athenzu führen. Sie schifften sich ein, aber als die Galee-re auf der Rükkehr bei Thurium landete, entfloh ermit seinen Gefährten. Das Heer fühlte bald die Ab-wesenheit dieses thätigen Anführers. Die Bedächtlich-keit des Nicias veranlaßte schwankende Maasregeln,sein Reichthum und seine Beredsamkeit verschafften ihmdas Uebergewicht über den unternehmenden Geist desLamachus, der besonders wegen seiner Armuth derGegenstand der Verachtung seiner Mitbürger war.Damals, wie jezt, waren die zufälligen Geschenkedes Glüks in den Augen des Pöbels vorzüglicher,als die stille Würde genügsamer Tugend. Niciasbrachte die Sommermonate unthätig zu Naxos undCatana zu, seine kriegerischen Verrichtungen beschränk-ten sich auf die Besetzung und Brandschatzung vonHiccara und der umliegenden Gegend; diese eines gro-ßen Heeres und eines tapfern Feldherrn unwürdigeThaten erregten den Spott der Syrakuser, und ga-ben ihnen Zeit, sich zum kräftigen Widerstand zu rü-sten.Syrakus, dessen siegreicher Kampf gegen Kartha-go zur Zeit des Einfalls des Xerxes in Griechenlandbereits erzählt worden, war jezt mit mehr als zwei-malhunderttausend waffenfähigen Bürgern und Skla-ven bevölkert; die Stadt lag auf einem Vorgebirge,im Dreiek gebaut, dessen westliche Spitze sich an demsteilen Felsen Epipolae endigte. Zwei geräumige undsichere Häfen begränzten nördlich und südlich den Um-fang der Stadt, deren starke Mauern einen Flächen-raum