234Geschichte der Griechen,das Heer der Athener befand, entblößt vom Gelde,und umgeben von feindlich oder doch zweideutig ge-sinnten Staaten, war dieser Vorschlag wirklich dereinzige, der zur glüklichen Beendigung des Unterneh-mens führen konnte, aber Nicias verwarf denselbenaus Bedächtlichkeit, Alcibiades aus Neid oder ausEitelkeit; der Vorschlag, Syrakus mit der ganzenMacht anzugreifen, und durch die Eroberung dieserStadt die kleineren Staaten von Sicilien in die Ver-bindung mit Athen zu ziehen, hätte seine Absicht ver-eitelt, durch Unterhandlungen mit diesen Staatenseine Ueberredungskunst und Verschlagenheit zu zei-gen, und er wollte sich erst diesen unblutigen, Siegverschaffen, ehe er in der Belagerung von Syrakusseinen kriegerischen Muth zeigte. Sein Rath erhieltden Vorzug, die Flotte segelte von Rhegium ab, undwurde von den Bewohnern von Naxos freundlich auf-genommen. Von hier wurden einige Schiffe nachSyrakus abgeschikt, und dieser Stadt durch einen He-rold verkündet, die Athener seyen gekommen, um dieBewohner von Leontium wieder in ihr Gebiet einzu-setzen; die Leontiner wurden benachrichtigt, die Athe-ner seien zu ihrem Beistand bereit, sie möchten sichohne Bedenken mit ihnen vereinigen. Von Naroswendete sich die Flotte nach Catana; diese Stadtward durch geheimes Verständniß oder durch List er-obert, denn Alcibiades unterhielt mit den Bewohnernmehrerer Städte Verbindungen, und Thucydides hatuns einen verabscheuungswürdigen Zug aus dem Lebendieses Mannes aufbewahrt, der diese Verbindungenbeurkundet. Er verrieth nämlich einige Bürger vonMessana zu der Zeit als das Verbannungsurtheil überihn ausgesprochen war, aus Nachsucht gegen sein Va-terland an die Parthei der Syrakuser, welche dieseAnhänger der Athener sogleich ermorden ließen.Kurz
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