233Achtzehnter Abschnitt.die Bundesgenossen zu den Athenern, deren Stärke jeztüber zwanzigtausend Mann betrug. Eine solche Rü-stung, deren Absicht nicht bekannt war, mußte selbst diefriedlich gesinnten Städte der italischen Küste beunru-higen, auch erhielt die Flotte kaum die Erlaubniß, sichmit frischem Wasser zu versehen, als sie in drei Ab-theilungen in Italien anlangte. Die Städte verschlos-sen ihr die Thore, und selbst zu Rhegium, ihrem Sam-melplatze ward der Mannschaft der Eintritt in die Stadtversagt, aber doch gestattet, Lebensmittel gegen baareBezahlung zu kaufen.Hier erfuhren die Befehlshaber den Betrug derBewohner von Egestae. Kaum dreisig Talente warenvorräthig, eine Summe, die nicht hinreichend war,die Bezahlung des Heeres auf wenige Tage zu sichern;überdies war die Hoffnung fehlgeschlagen, von denitalischen Städten Hülfe zu erhalten. In dieser Ver-legenheit beriethen sich die Feldherrn. Nicias war derMeinung, den Streit zwischen Selinus und Egestaeentweder durch Unterhandlungen oder durch die Ge-walt der Waffen zu beendigen, und dann nach Athenzurükzukehren, weil der Zwek des Krieges hierdurcherreicht werde. Alcibiades schlug dagegen vor, es seiunrühmlich, ein solches Heer nach Hause zu führen,ohne durch irgend eine große Waffenthat den GlanzAthens zu erhöhen, man müßte versuchen, durch Ge-sandtschaften die kleinern Städte von der Verbindungmit Selinus und Syrakus abzuwenden, dann diesebeiden Städte durch die Waffen zwingen, den Streitmit Egestae beizulegen, und den vertriebenen Bewoh-nern von Leontium ihr Gebiet zurükzugeben. Lama-chus trat zwar der Meinung des Alcibiades bei, aberer machte zugleich den Vorschlag, Syrakus, das jeztnoch nicht zum Widerstande bereit sey, sogleich anzu-greifen. Unter den Umständen, in denen sich damalsdas
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